Daniel Ricciardo, Fanliebling der Formel 1, musste bereits nach dem Rennen in Singapur seinen Sitz bei den Racing Bulls räumen. Trotz aller Sympathien reichten seine Leistungen den RB-Verantwortlichen nicht aus, um weiter Teamkollege von Yuki Tsunoda zu bleiben. Nach seinem F1-Comeback während der Saison 2023 musste der 35-jährige Australier nun im Jahr darauf selbst vorzeitig gehen. Motorsport-Magazin.com zieht Bilanz der lediglich 18 Rennwochenenden im Jahr 2024.

Qualifying-Statistik von Daniel Ricciardo in der Formel 1 2024

(Sprint-)Qualifying
Bestes Ergebnis4 (1x)
Q3-Teilnahmen4
Ø Ergebnis13
Ø Rückstand auf Teamkollegen0,074
Siege im Quali-Duell8 zu 13

Daniel Ricciardo im Qualifying: Dass Daniel Ricciardo in diesem Jahr auf eine Runde schnell sein konnte, zeigte er im Sprint-Qualifying in Miami mit der viertschnellsten Zeit. Damit schlug er beide McLaren-Fahrer Lando Norris und Oscar Piastri und auch Ferrari-Pilot Carlos Sainz. Trotzdem war Ricciardo in der Gesamtbilanz aller Qualifyings 0,074 Sekunden langsamer als sein Teamkollege Yuki Tsunoda und qualifizierte sich im Mittel nur für P13.

Grund dafür sind auch Unachtsamkeiten wie beim Heim-Grand-Prix in Australien, als Ricciardo in Q1 deutlich die Track Limits brach und einen halben Meter über die Streckenbegrenzung hinausfuhr. Er musste das Rennen als Achtzehnter starten. Auch nur zu P18 reichte es bei den Qualifyings in Miami und Barcelona. Die guten Leistungen mit Qualifikationen zu Top-10-Plätzen kamen letztlich zu selten und wiederum zu häufig war bereits in Q1 Schluss. Von 21 Qualifying-Sessions in der abgelaufenen Saison konnte Ricciardo nur acht Positionen besser als Tsunoda abschließen.

Renn-Statistik von Daniel Ricciardo in der Formel 1 2024

Rennen
Bestes Ergebnis8 (1x)
Top-103
Ø Zielankunft12,8
Ausfälle2
Punkte12
WM-Platz17.

Daniel Ricciardo im Rennen: Der 35-Jährige war im Qualifying weniger als eine Zehntelsekunde langsamer als Teamkollege Tsunoda und kam trotz dessen im direkten Vergleich der WM-Punkte schlechter weg. In den Rennen gelang es Ricciardo nur bedingt, aussichtsreiche Startpositionen in WM-Punkte umzumünzen. In Imola begann er das Rennen von der neunten Position und musste wegen eines mittelmäßigen Starts bis zur ersten Schikane schon zwei Kontrahenten vorbeiziehen lassen und war außerhalb der Punkteränge angekommen. Er kam schließlich auf P12 ins Ziel.

Genauso startete Ricciardo auf dem Hungaroring in Ungarn als Neunter und verlor in der ersten Runde wieder zwei Positionen und kam als Zwölfter ins Ziel. Der Racing Bull ist zwar nur ein Bolide im F1-Mittelfeld, dennoch waren immer wieder Punkte möglich. Dem Aussie schien die Pace zu fehlen. Sein letztes Rennen in Singapur beendete er auf einem enttäuschenden 18. Platz als letzter Fahrer, der es über die Ziellinie geschafft hatte. Ricciardo kam vor der letzten Runde sogar noch einmal zum Reifenwechsel, um auf Softs Lando Norris den Extrapunkt für die schnellste Rennrunde zu klauen.

Die Formel-1-Ergebnisse 2024 von Daniel Ricciardo

Neben dem Sprintrennen von Miami war auch der Kanada Grand Prix einer von Ricciardos besseren in der abgelaufenen Saison. Im Qualifying unter trockenen Bedingungen fuhr er die fünftbeste Zeit und schlug unter anderem Lewis Hamilton. Im Rennen bei nass-trockenen Bedingungen verlor er zwar in den ersten drei Runden bereits vier Positionen, beendete das Rennen jedoch noch auf dem achten Platz und erreichte damit sein bestes Saisonresultat in einem Grand Prix.

Zu schwachen Rennleistungen kam auch noch Pech hinzu. In Japan kollidierte Ricciardo nach dem Rennstart unglücklich mit Williams-Pilot Alexander Albon und schied nach drei Kurven aus. In China beim folgenden Grand Prix fuhr ihm Aston Martins Lance Stroll während einer Safety-Car-Phase ins Heck und beschädigte den Racing Bull so stark, dass Ricciardo das Rennen nicht zu Ende fahren konnte.

Die Formel-1-Saison 2024 von Daniel Ricciardo im Fahrer-Ranking von MSM

MSM-RankingNote (Platz)
Gesamtnote3,24 (15.)
Redaktionsnote3,09 (17.)
Lesernote3,40 (15.)
Bestes RennenKanada (2,18)
Schlechtestes RennenSaudi-Arabien (4,62)

Das sagt Motorsport-Magazin.com zu Daniel Ricciardo 2024: Am Beispiel des China Grand Prix wurde sehr deutlich: Wenn es schon nicht läuft, kommt auch noch Pech hinzu. Für Ricciardo war die abgelaufene Saison eine große Enttäuschung. Sportlich konnte er nicht mehr überzeugen und blieb zumeist hinter Yuki Tsunoda zurück. Bei Rennstarts büßte er auffallend oft Positionen ein und kam an 18 Rennwochenenden zu zwölf WM-Punkten. Unabhängig der Art und Weise war sein F1-Rausschmiss nachvollziehbar.

Nach seinem Aus bei den Racing Bulls machte sein Nachfolger und zukünftiger Red-Bull-Pilot 2025 Liam Lawson zudem schnell genug positive Schlagzeilen, sodass Ricciardo aus sportlicher Sicht nicht mehr nachgetrauert werden musste. Ob Formel-1-Fans nochmal auf ein Comeback des Sympathieträgers hoffen dürfen, scheint aus jetziger Perspektive unwahrscheinlich. Ein Engagement beim elften F1-Team Cadillac ab 2026 hat er kürzlich ausgeschlossen.

Noch vor Weihnachten hat Red Bull Racing die Trennung von Sergio Perez bekanntgegeben und am Tag darauf Liam Lawson zum neuen Verstappen-Teamkollegen erkoren. Was wir von der Nominierung halten, erfahrt ihr im folgenden Video:

Red Bull wirft Perez raus! Wer wird sein Nachfolger? (14:31 Min.)