Dem Formel-1-Fahrermarkt steht 2025 ein großer Umbruch bevor: Mindestens 12 der 20 Cockpits sind im nächsten Jahr noch unbesetzt. Da Haas seit seinem Einstieg in die Königsklasse nur mäßig erfolgreich war, dürften die freien Plätze für die beiden Haas-Piloten besonders attraktiv sein. Kevin Magnussen ist allerdings nur bedingt an einem Wechsel interessiert und würde seine Karriere gerne über die Saison 2024 hinaus bei den US-Amerikanern fortsetzen. Vor allem die neue Teamdynamik hat es dem Dänen angetan.

Magnussen zeigt Loyalität: Über 2024 hinaus bei Haas?

Erst im August 2023 hatten Kevin Magnussen und Nico Hülkenberg ihre Verträge mit dem US-Rennstall um eine weitere Saison bis Ende 2024 verlängert. An einen Abschied denkt der Däne dennoch nicht: "Ich habe viel in das Team investiert. Ich bin fast von Anfang an dabei." Seine Zukunft will er daher auch in der kommenden Saison bei Haas verbringen. Schließlich habe er mit dem Rennstall noch "eine Rechnung offen".

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Der Däne stieß 2017 zum Team von Ex-Teamchef Günther Steiner, genau ein Jahr nach dem Einstieg von Haas in die Formel 1. Magnussen fuhr vier Saisons, bis er 2020 dem Rookie-Duo Mick Schumacher und Nikita Mazepin weichen musste. Nach deren Misserfolg kehrte der Däne 2022 zum Team zurück und holte im selben Jahr die Pole Position in Brasilien.

Doch das reicht Magnussen nicht aus: "Ich möchte mit diesem Team [Haas] auf dem Podium stehen und eine Art Krönung all der Arbeit sehen, die in dieses Team geflossen ist. Es wäre schön, den Erfolg dieses Teams zu sehen. Ich habe das Gefühl, dass wir ihn noch nicht gesehen haben, und das will ich erreichen." Ein Grund für diesen Optimismus dürfte die Umstrukturierung innerhalb des Teams sein.

Positive Atmosphäre bei Haas: Magnussen vertraut auf Umstrukturierung

Kevin Magnussen beim Filmtag mit Haas in Silverstone
Magnussen genießt die neue Atmosphäre bei Haas, Foto: Haas

Sechs Saisons fuhr Kevin Magnussen unter der Leitung von Günther Steiner. Der große Erfolg blieb für Haas jedoch aus. Doch seit Ayao Komatsu das Zepter vom Südtiroler übernommen hat, strotzt das Team nur noch vor Optimismus. "Nach den Wintertests im letzten Jahr waren wir pessimistischer. Jetzt sind wir etwas optimistischer. Es ist ein Gefühl des Neubeginns, weil Ayao jetzt da ist und eine neue Dynamik, neue Möglichkeiten und eine neue Energie im Team geschaffen hat. Das erzeugt eine ganz andere Atmosphäre", freut sich der Däne.

"Natürlich werden die Gespräche in der gesamten Organisation anders verlaufen, aber ich denke, dass der Fokus und die Tatsache, dass unser Teamchef so sehr in die Technik involviert ist und ein so tiefes Verständnis für die technische Seite dieser Organisation hat, ist einfach interessant", erklärt Magnussen. Auch die Kommunikation mit Gene Haas sei seit dem Wechsel besser geworden. Der Däne spreche mit dem Teambesitzer viel mehr, als [er] es normalerweise getan habe.

"Ich habe mehr mit Gene gesprochen, mehr mit Robert Murray, dem CEO von Haas Automation, der sich in den letzten Monaten auch viel mehr engagiert hat. Es wird also einiges aufgewirbelt, es entsteht eine neue Dynamik, die sich erst noch einpendeln muss", so der Däne. Das betrifft unter anderem auch einige Mitarbeiter, die im Zuge der neuen Struktur versetzt werden. "Im Moment haben wir die Chance, einiges neu zu organisieren und umzustrukturieren. Ich denke, das ist jetzt eine gute Gelegenheit", meinte Magnussen über den Umbruch bei Haas.