Seit Wochen wurde damit gerechnet, jetzt ist er endlich da: Der Rennkalender der Formel-1-Saison 2023 liegt in einem ersten Entwurf vor. Der Frankreich-GP findet darin wie bereits erwartet keine Berücksichtigung mehr, dafür kehren Las Vegas, Katar und China zurück. Vor allem hinter dem Grand Prix auf dem Shanghai International Circuit steht aber ein dickes Fragezeichen.

Der Entwurf, den die FIA - und nicht etwa die Formel 1 selbst - am Dienstag bekanntgab umfasst 24 Rennen. Damit stehen zwei Grands Prix mehr auf dem Programm als noch 2021 und 2022. Dieser neue Rekordkalender beinhaltet neben den Neuzugängen auch die beiden Klassiker in Belgien und Monaco, deren Zukunft im abgelaufenen Jahr in Zweifel gestellt wurde. Beschlossen wurde dieser erste Kalender-Entwurf von den Mitgliedern des Motorsport-Weltrates (WMSC) via E-Vote.

Formel 1 2023: Kein GP in Südafrika & Russland

Nicht im Kalender enthalten ist hingegen der Südafrika-GP. Wie sich in den letzten Wochen bereits angedeutet hatte, verschiebt sich das Comeback in Kyalami, an dem Formel 1 arbeitete, um mindestens ein weiteres Jahr. Auch Russland ist nicht mehr im Rennkalender, im Gegensatz zu Südafrika wird das aller Voraussicht nach aufgrund der derzeitigen Restriktionen gegen Russland auch längerfristig so bleiben.

FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem sagte bei der Ankündigung des Kalenders: "Die Aufnahme von 24 Rennen in den Kalender der FIA-Formel-1-Weltmeisterschaft 2023 ist ein weiterer Beweis für das Wachstum und die Attraktivität des Sports auf globaler Ebene." Formel-1-Boss Stefano Domenicali erklärte: "Es ist wichtig, dass wir die richtige Balance für den gesamten Sport finden. Wir sind sehr erfreut über die starke Dynamik, die die Formel 1 weiterhin erfährt, und es ist eine großartige Nachricht, dass wir unseren leidenschaftlichen Fans eine Mischung aus aufregenden neuen Orten wie Las Vegas und beliebten Austragungsorten in Europa, Asien und Amerika bieten können."

Formel-1-Saison beginnt in Bahrain

Wie schon in der laufenden Saison bildet Bahrain auch 2023 den Saisonauftakt, eine Rückkehr zu einem Eröffnungsrennen in Australien ist damit vom Tisch. Vor dem ersten Formel-1-Rennen am 5. März in Bahrain gehen auch die Testfahrten auf der Strecke im arabischen Wüstenstaat über die Bühne. Diese finden aller Voraussicht nach Ende Februar statt, allerdings kommunizierte die Formel 1 die genauen Daten noch nicht.

Zwei Wochen später reist das Paddock zum Saudi-Arabien-GP nach Jeddah (19.03.). Anschließend geht der Australien-GP in Melbourne (02.04.) über die Bühne. Im April kommt dann die erste größere Änderung im Vergleich zu 2022: Der Große Preis von China ist auf den 16. April terminiert und steht damit nach zwei Absagen in Folge wieder im Kalender.

Der GP in Shanghai gilt allerdings nach wie vor als großer Wackelkandidat, denn bei einer Beibehaltung der derzeitigen Zero-Covid-Strategie ist die Abhaltung eines Formel-1-Rennens, die monatelange Vorbereitungen voraussetzt, kaum denkbar.

Kaum Zweifel gibt es aber an der Austragung des Aserbaidschan-GP, der zwei Wochen später über die Bühne geht. Das Rennen in Baku kehrt damit nach zwei Terminen im Juni 2023 wieder auf sein angestammtes April-Datum zurück, bereits 2018 und 2019 fand das Rennen am Schwarzen Meer in Anschluss an den China-GP statt.

Aserbaidschan bildet einen Double-Header mit dem ersten US-Rennen in Miami, das am 07. Mai über die Bühne geht. Das Formel-1-Rennen in Imola muss für China Platz machen und rückt hinter den Miami-GP. Der Europa-Auftakt geht damit am 21. Mai in der Emilia-Romagna über die Bühne, nur eine Woche später steht auch schon der Monaco-GP auf dem Programm.

F1: Keine Kollision mit den 24 Stunden von Le Mans

Der Spanien-GP in Barcelona ist auf den 4. Juni angesetzt, 2022 ging er noch vor Monaco über die Bühne. Zwei Wochen später fährt die Königsklasse für den Kanada-GP über den Atlantik. Damit vermeidet man bewusst eine Termin-Kollision mit den 24 Stunden von Le Mans, die am 11. Juni über die Bühne gehen.

Im Juli rotieren Österreich und Großbritannien wieder ihre Termine. Das Rennen auf dem Red Bull Ring kehrt auf seinen angestammten Platz am ersten Juli-Wochenende zurück, Silverstone folgt eine Woche später. Ungarn rückt anstelle des Frankreich-GPs eine Woche nach vorne, dafür bildet Spa-Francorchamps den letzten GP vor der Sommerpause. Das ist vor allem auch deshalb interessant, da an diesem Wochenende ursprünglich das alljährliche 24-Stunden-Rennen geplant war.

In der Vergangenheit ging das Belgien-Rennen immer nach der Sommerpause über die Bühne. Diese Ehre wird nun dem Niederlande-GP in Zandvoort zu teil, der wie gehabt eine Woche vor Monza abgehalten wird. Auch Singapur und Japan behalten ihren Kalender-Slot mit einer Woche Pause dazwischen.

Las-Vegas-Debüt im November

Eine Veränderung gibt es nachher: Der Katar-GP wird nach einem Jahr wm-bedingter Pause wieder ausgetragen. Der Termin dafür ist auf den 8. Oktober angesetzt. Zwei Wochen später beginnt der zweite Triple-Header der F1-Saison 2023. Auf den USA-GP am 22. Oktober folgen Mexiko und Brasilien mit je einer Woche Abstand.

Als vorletztes Saisonrennen findet am 18. November die Premiere auf den Straßen von Las Vegas statt. Das dritte USA-Rennen geht an einem Samstagabend über die Bühne - also am Sonntagmorgen europäischer Zeit. Acht Tage später beschließt der Große Preis von Abu Dhabi wie schon seit 2014 jedes Jahr die Saison in der Königsklasse.

DatumGrand PrixStrecke
05. MärzBahrainSakhir
19. MärzSaudi ArabienJeddah
02. AprilAustralienMelbourne
16. AprilChinaShanghai
30. AprilAserbaidschanBaku
07. MaiMiamiMiami
21. MaiEmilia RomagnaImola
28. MaiMonacoMonte Carlo
04. JuniSpanienBarcelona
18. JuniKanadaMontreal
02. JuliÖsterreichSpielberg
09. JuliGroßbritannienSilverstone
23. JuliUngarnBudapest
30. JuliBelgienSpa-Francorchamps
27. AugustNiederlandeZandvoort
03. SeptemberItalienMonza
17. SeptemberSingapurSingapur
24. SeptemberJapanSuzuka
08. OktoberKatarLosail
22.OktoberUSAAustin
29. OktoberMexikoMexiko-Stadt
05. NovemberBrasilienSao Paulo
18. NovemberLas VegasLas Vegas
26. NovemberAbu DhabiYas Marina