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Formel 1

Formel 1 USA: Austin-Bodenwellen sorgen für Kopfzerbrechen

Die Formel 1 reist 2021 drei Wochen nach der Motorrad-WM in die USA. MotoGP als Warnung: Die Bodenwellen könnten in Austin zum Spielverderber werden.
von Florian Niedermair

Motorsport-Magazin.com - Die Formel 1 kehrt nach einem Jahr Pause wieder auf den Circuit of The Americas nach Austin zurück. Obwohl seit dem letzten Antritt der Königsklasse in Texas 2019 neu asphaltiert wurde, sorgen Bodenwellen für Kopfzerbrechen. Wie groß sind die Asphalt-Probleme und wie geht die FIA dagegen vor.

MotoGP warnt: Gefährliche Bodenwellen

Vor gerade einmal drei Wochen, am 3. Oktober 2021, absolvierte die MotoGP auf dem Circuit of The Americas ihr 15. Saisonrennen. Was die Motorrad-WM allerdings bereits in den Freien Trainings dort vorfand, war "ein Witz", wie es Aprilia Stammpilot Aleix Espargaro nannte. Denn die Strecke war übersäht von Bodenwellen. "So können wir hier nicht Rennen fahren", sagte der Spanier. Vergleiche mit Motocross-Pisten wurden laut, WM-Leader Fabio Quartararo forderte beispielsweise eine Neuasphaltierung.

Das Grundproblem des Kurses liegt in der Beschaffenheit des Untergrunds. Dieser ist nämlich sehr lehmhaltig. 2019 gab es bereits beim Formel-1-Rennen in Austin eine Welle der Kritk. Die Bodenwellen wurden als "inakzeptabel" bezeichnet.

Weite Teile der Strecke waren in der Folge neu asphaltiert worden. Doch in de Zwischenzeit war der Asphalt an anderen Stellen ruppig geworden, an denen keine neue Asphaltschicht aufgelegt wurde. Am stärksten ausgeprägt waren die Schläge in den schnellen Kurve 2 und 10.

FIA reagiert: Lokalaugenschein von Track Inspector

Beim GP der Türkei wurde FIA-Renndirektor Michael Masi auf die Probleme mit der nächsten Kalender-Station angesprochen. Er bestätigte: "Seit dem Formel-1-Event 2019 wurde ein großer Teil der Strecke neu asphaltiert, um die Probleme zu beheben. Aber die Bereiche, die beiden Bikes das Problem waren, befanden sich in einem anderen Bereich."

"Ich befand mich das ganze Wochenende mit meinen Kollegen von der FIM (Motorrad-Weltverband) am Telefon, um die gesamte Situation zu verstehen", so Masi weiter. Die FIA habe in der Zwischenzeit bereits die Initiative ergriffen. "Tony Cotlin, der als FIA-Circuit-Inspector tätig ist, ist in den USA und war während der Woche schon in Austin", sagte Masi.

Bumps abtragen

Der Australier sagte: "Die Strecke macht sich für uns an die Arbeit und versucht einige der Anliegen zu beheben" Konkret bedeutet dies, dass die Strecke an den betroffenen Stellen die Bodenwellen abträgt. "Wir haben noch ein bisschen Zeit, das zu tun, aber im Zeitfenster wird getan, was möglich ist", erläuterte er am Istanbul-Wochenende.

Insgesamt hatte die Strecke zwischen dem Ende des Motorrad-Wochenendes am 3. Oktober und dem ersten Freien Training der Formel 1 am Freitag (22. Oktober) 19 Tage, also weniger als drei Wochen, Zeit um die Schläge zu beseitigen.