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Formel 1

Alonso schießt Schumacher ab: Hätte gar nicht dort sein sollen

Fernando Alonso räumt in der Türkei Mick Schumacher ab. Strafe für den Ex-Weltmeister, Schumacher nimmt es gelassen. Schaden nach Kollision?
von Christian Menath

Nach dem Sensations-Qualifying war der Traum vom ersten Punkt in der Formel 1 für Mick Schumacher schnell ausgeträumt. Von Startplatz 14 aus fand sich der Haas-Pilot nach Runde eins auf Platz 15 wieder, lange währte das Glück aber nicht.

In Kurve vier der zweiten Runde drehte Alonso Schumacher um. Der Deutsche fiel auf den letzten Platz zurück. "Diese Dinge passieren", nimmt Schumacher den zweifachen Ex-Weltmeister in Schutz. "Vor allem in solchen Streckenabschnitten, in denen du eine lange Kurve vor dir hast und dich dann für Kurve vier vorbereitest."

"Da tauchst du innen rein, diesmal hat es nicht funktioniert", so Schumacher. Die Stewards gingen mit Alonso härter ins Gericht und belegten ihn mit einer Fünf-Sekunden-Strafe. "Es war ein spätes Manöver von mir, wir haben uns berührt und er hat sich leider gedreht", bedauert Alonso.

Alonso: Akzeptiere die Strafe

"Ich habe eine Strafe bekommen und ich akzeptiere sie natürlich", zeigt sich der Spanier einsichtig und entschuldigt sich: "Es tut mir leid, dass ich die Kollision mit ihm hatte." So schnell wie die Entschuldigung, kam aber auch die Erklärung des Maestros: "Das ist nur passiert, weil ich auf Platz 16 lag! Ich hätte nicht in dieser Position sein sollen."

Alonso ging von Startplatz fünf aus ins Rennen, wurde aber in Kurve eins von Pierre Gasly umgedreht. Der Franzose erhielt ebenfalls eine Fünf-Sekunden-Strafe. Alonso ist ähnlich gnädig mit seinem Unfallgegner wie Schumacher mit ihm: "Kurve eins ist bei diesen Bedingungen immer schwer. Diese Dinge können passieren, leider hat es uns erwischt, als wir in den Top-5 waren."

Schumachers Haas von Kollision beschädigt?

Für Schumacher und Alonso war das Rennen anschließend gelaufen. Der Deutsche konnte über die Strategie noch an Teamkollege Mazepin vorbeigehen, mehr war aber nicht drinnen. "Das Auto hat sich nach der Berührung nicht 100-prozentig angefühlt, vielleicht ist das die Erklärung", so Schumacher.

Aber auch ohne den Dreher macht sich der 22-Jährige keine Illusionen: "Ich sehe nicht, dass ich fünf Positionen weiter vorne ins Ziel gekommen wäre. Vielleicht eine." Trotzdem zieht Schumacher eine positive Türkei-Bilanz: "Insgesamt können wir sehr glücklich mit dem sein, was wir hier gemacht haben. Wir waren von Anfang an sehr nah an den anderen dran."


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