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Formel 1

Formel 1 Sotschi, Trotz Abflug: Pierre Gasly mit Podiumschance?

Pierre Gasly führt beim Freitags-Training in Sotschi das Mittelfeld an. Kann AlphaTauri beim Formel-1-GP in Russland um die Top-3 kämpfen?
von Florian Niedermair

Motorsport-Magazin.com - Pierre Gasly ist am Trainingsfreitag in Sotschi einmal mehr der Alleinunterhalter beim Formel-1-Team von AlphaTauri. Trotz eines kuriosen Frontflügel-Unfalls belegt der Franzose im zweiten Training die dritte Position. Yuki Tsunoda ist hingegen chancen- und ratlos.

Gasly: Schnell aber unkomfortabel

Mit P6 und P3 kann sich die Freitags-Ausbeute von Gasly durchaus sehen lassen. Durch die Startplatz-Strafen gegen Max Verstappen und Charles Leclerc sind gleich zwei potenzielle Konkurrenten um eine Podiums-Platzierung zumindest für das Qualifying aus dem Spiel genommen. Bereits in den Niederlande. Gasly selbst wollte aber von einer Top-5-Platzierung als Ziel nichts wissen. "

Dabei entsprach das Handling am AT01 in FP1 und FP2 noch nicht ganz den Wünschen des letztjährigen Italien-Siegers. "Im Auto hat es sich noch nicht 100 prozentig komfortabel angefühlt", lamentierte er. "Was die Balance angeht, können wir noch ein paar Verbesserungen vornehmen."

Gasly verliert Frontflügel

Vor allem auf der Bremse fühlte sich Gasly während den beiden Trainings-Sessions instabil und thematisierte am Boxenfunk mehrmals die Bremsbalance. "Ich denke der Wind hat einen großen Einfluss auf uns auf dieser Strecke. Ich hatte in einer Kurve Untersteuern, dafür in einer anderen Übersteuern", berichtete Gasly später.

Das führte letzten Endes auch zu dem Zwischenfall am Ende des 2. Trainings. Gasly kam in Kurve 1 von der Strecke ab und fuhr anschließend über die hohen Sausage-Kerbs. Das war zu viel für seinen Frontflügel, der sich daraufhin von seinem Wagen löste. Der kuriose Zwischenfall blieb allerdings ohne große Auswirkungen. Da es sich nach dem Ablauf der Uhr ereignet hatte, verlor AlphaTauri keine Trainings-Zeit.

Tsunoda verwirrt

Yuki Tsunoda beendete das Training zwar mit einem unbeschädigten Frontflügel, das war aber das einzig positive für den Japaner. Tsunoda kam den ganzen Tag nicht auf Touren und wirkte anschließend ratlos.

"Ich bin im Moment verwirrt. Die Balance ist nicht so schlecht. Aber generell der Grip hat gefehlt, ich weiß es nicht", rätselte er. Vor allem der große Rückstand zu Gasly verblüffte den Rookie. "Wir müssen herausfinden was der Unterschied zu meinem Teamkollegen ist, denn er erledigt einen richtig guten Job", so Tsunoda.


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