Yuki Tsunoda durchlebt schwere Zeiten in der Formel-1-Saison 2025. Der Red-Bull-Pilot holte in den vergangenen vier Rennen keine Punkte und startete die drei letzten Grands Prix von P18 oder schlechter. Zusätzlich kamen Aussetzer wie das Überholen unter roter Flagge in Kanada hinzu. Beim Österreich-GP leistete sich der Japaner den nächsten Fauxpas im Duell mit Franco Colapinto - und zeigte sich eine Woche später in Silverstone reumütig."
"Ich war das Problem im Rennen", gab Tsunoda am Donnerstag im Vorlauf des Großbritannien-GP zu. Kurz vor der Rennhälfte duellierte sich der 25-Jährige mit Franco Colapinto. In Kurve 4 hielt Tsunoda übermotiviert rein und traf Colapinto an der Hinterachse. Tsunoda trug nicht nur eine 10-Sekunden-Strafe und zwei Strafpunkte, sondern auch einen kaputten Frontflügel davon.
"Ich wollte überholen, ohne noch eine Runde zu warten. Es war ein bisschen unnötig, in der Situation so viel Gas zu geben", gestand der Nachfolger von Liam Lawson ein. Nach dem Österreich-Rennen sprach er noch von einer unglücklichen Situation, in Silverstone war davon nichts mehr zu hören.
Zur Performance auf dem Red Bull Ring, wo er auf P16 letzter noch im Rennen befindlicher Fahrer war, wollte Tsunoda nicht mehr viele Worte verlieren und verwies auf die Folgen des Colapinto-Zwischenfalls: "Mit Wechsel des Frontflügels ist es vermutlich nicht die beste Referenz."
Red Bull verordnet Yuki Tsunoda Kurzausflug

Dass es als Teamkollege von Max Verstappen für Yuki Tsunoda nicht rund läuft, bekam er in den vergangenen Wochen deutlich aufgezeigt. Für das Team aus Milton Keynes sammelte er in neun Rennen nur sieben Punkte, in der Fahrerwertung belegt er P17. Nichtsdestotrotz verspürt er die Rückendeckung von seiner Mannschaft: "In diesen Tagen erhalte ich mehr denn je Unterstützung von Christian [Horner; d. Red.] und Helmut [Marko; d. Red.]."
Für die Vorbereitung auf den "Hinrunden-Abschluss" in Silverstone war Tsunoda in Begleitung eines Physiotherapeuten in Südengland unterwegs. "Um mich ein bisschen herunterzufahren. Das kam von ihnen [Horner und Marko; d. Red.]. Sie wollten, dass ich frische Luft bekomme", erzählte Tsunoda. "Sie erlauben mir vieles, was sie im Normalfall nicht tun würden."
Mit dem Großbritannien-GP wartet die nächste Herausforderung auf den Japaner. Bei seinem Silverstone-Debüt 2021 mit AlphaTauri, heute das Racing-Bulls-Team, sprang immerhin ein WM-Punkt auf P10 heraus. Damit es auch beim Red-Bull-Debüt auf dem Silverstone Circuit für die Punkteränge reicht, hat sich der Japaner umfassend vorbereitet. "Woran ich sehr hart arbeite, ist der Longrun, wo ich normalerweise Probleme habe", offenbarte Tsunoda. Und weiter: "Wir haben ein paar Dinge ausprobiert, an die ich nie gedacht habe. Ich freue mich also darauf."
Von der Weltspitze ist Yuki Tsunoda momentan weit entfernt, diese wird von McLaren bestimmt. Dort wird Lando Norris zunehmend stärker. Warum Norris wie entfesselt fährt, analysiert Formel-1-Experte Christian Danner hier im Video:



diese Formel 1 Nachricht