Bei Aston Martin folgt in der Formel 1 2026 eine Baustelle auf die nächste, so auch vor dem Rennen in Monaco an diesem Wochenende. Der Fehlkonstruktion AMR26 mangelt es nicht nur an Performance - selbst in Bezug auf die Ergonomie hat Adrian Newey seinen Fahrern ein scheinbar unerträgliches Auto hingestellt. Fernando Alonso musste in Kanada zuletzt wegen Schmerzen aufgeben. Auch Lance Stroll hadert mit dem Cockpit, ließ sich das in Montreal nur nicht anmerken. Für Monte Carlo mussten beim Team jetzt Extraschichten eingelegt werden.
"Das ist immer seine Philosophie. Er versucht das Limit zu finden, und wenn du es gefunden hast, geht es wieder einen halben Schritt zurück. Und an dem Punkt sind wir gerade", erklärt Fernando Alonso, dass Adrian Newey sich beim Aston Martin AMR26 auch in Sachen Ergonomie übernommen hat. Damit die Renndistanz am Sonntag nicht wieder zur Folter wird, hockte er bereits Anfang der Woche in Monaco mit dem Team zusammen.
"Wir hatten letzte Woche ein paar Online-Meetings, um eine andere Position im Auto zu besprechen. Und weil ich hier [Monaco] lebe, kam es mir entgegen, am Dienstag in der Box vorbeizuschauen und am Nachmittag etwas daran zu arbeiten", so der 44-Jährige. "Wir haben vier unterschiedliche Sitzpositionen. Seit Kanada haben wir viel geändert. Ich bin jetzt optimistisch, dass das Problem nicht mehr auftreten wird, das sehr unangenehm und mit Schmerzen verbunden war."
Teamkollege Lance Stroll sah in Montreal mit vier Runden Rückstand die Zielflagge, hatte aber ebenfalls zu kämpfen. "Ich sitze schon seit langem nicht gut. Aber es war mein Heimrennen, also musste ich es zu Ende fahren. Ich dachte mir, ich habe keine Wahl", so der Kanadier, der 15. wurde. Fernando Alonso sah keinen guten Grund, sich das anzutun: "Wir haben in Kanada nicht um Punkte gekämpft. Ansonsten wäre ich auch weitergefahren."
Tatsächlich ist auch Stroll an den bisherigen Rennwochenenden stets damit beschäftigt gewesen, eine erträgliche Position im Cockpit zu finden. "Ich habe dieses Jahr wirklich meine Schwierigkeiten mit dem Komfort", erklärt er. "Ich versuche ständig, Dinge zu ändern, arbeite immer an der Sitzposition, an den Pedalen. Es ist schwierig, sich im AMR26 wohlzufühlen."
Aston Martin bekommt Antwort erst im Formel-1-Rennen in Monaco
"Bei einem neuen Sitz gibt es immer kleine Unterschiede, und auch in einem neuen Cockpit. Ein oder zwei Millimeter abweichender Winkel, oder irgendein Druckpunkt an der Unterseite, im Bereich der Hüfte, und schon drückt es auf einen Nerv und du verlierst das Gefühl", erklärt Alonso den Sachverhalt auf Nachfrage von Motorsport-Magazin.com.
Für das Rennen in Monaco wurde eine Sitzposition ähnlich der von 2025 erarbeitet. Detailanpassungen sollen reichen, um das Problem ein für allemal zu lösen: "Die Änderung ist jetzt nicht groß. Und wenn ich mich jetzt in der Garage in irgendeinen der Sitze aus den letzten drei, vier Jahren setzen würde, werde ich keinen Unterschied merken, weil die sich so ähnlich sind. Aber wenn du 20, 30 Runden gefahren bist, spürst du so etwas."
"Das Fahren wird der richtige Test, denn statisch ist es nicht dasselbe", sagt Aston-Martin-Ingenieur Mike Krack mit Blick auf die am Freitag bevorstehenden Sessions. "Er [Alonso] war vorsichtig optimistisch, dass es eine Verbesserung ist, aber ich wäre nicht überrascht, wenn wir über die Sessions noch ein paar Veränderungen vornehmen müssen, damit er richtig sitzt."
"Ich denke, es werden nur kleine Anpassungen, vielleicht kleine Pads im Bereich der Schultern oder so. Aber nichts Fundamentales, was die Sitzposition angeht, sondern nur ein bisschen Feintuning für den Komfort. Das geht zwischen den Sessions", so der zweimalige Weltmeister. Während des Trainings ist es laut Krack auch nicht möglich: "Du kannst auch nicht nur eine Sache anpassen. Du musst auch immer die Pedale anpassen, du musst die Höhe entsprechend des Reglements berücksichtigen, den Abstand zum Lenkrad und all diese Dinge."


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