Toller Start, frühes Rennende. So ließe sich Fernando Alonsos Kanada GP grob skizzieren. Aston Martin entschied sich für einen Start auf dem Soft, den Alonso perfekt umsetzte. Nur: Schon das ganze Formel-1-Wochenende plagten den Spanier Schmerzen im Cockpit wegen eines Problems mit dem Sitz im Auto. Dieses sorgte für ein frühes Rennende des Spaniers in Runde 25. "Wir haben uns dann einfach entschieden, den Schmerz zu beenden."

Im Sprint-Qualifying kam Alonso durch einen Crash in SQ2, konnte selbiges allerdings nicht mehr fahren. Bereits im Sprint meldete Alonso dann das Problem. Immerhin fuhren die Piloten in diesem 23 Runden, nur ein paar Runden weniger als Alonso im Rennen absolvierte. "Wir haben in der Nacht versucht, einige Dinge zu modifizieren, das hat aber nicht funktioniert", beschreibt er.

Alonso ging also mit Problemen ins Rennen. "Ich fühle mich mit mehr Runden immer unkomfortabler. Die Sitzposition fühlt sich einfach nicht gut an", beschreibt Alonso das Problem. Als die Schmerzen schlimmer wurden und die Chance auf Chaos oder Regen gering schien, war die Entscheidung klar.

Aston Martin mit Traum-Start ins Kanada-Rennen

Dabei begann das Rennen für Alonso traumhaft. Der Spanier startete ein weiteres Mal deutlich besser als die Konkurrenz. Von Platz 19 aus gestartet flog Alonso innerhalb drei Runden bis auf Platz 10, auch begünstigt durch die frühen Stopps der zwei McLarens. Lance Stroll rangierte teils auf Platz 14. "Ich habe extra Risiko in den Kurven genommen, das andere nicht nehmen konnten, da sie schon in den Punkten waren", sagt Alonso.

Nur folgte dann, wie immer während der Saison 2026, das böse Erwachen für Alonso. Nach elf Runden befand sich Alonso nur noch auf Position 14. "Dann kehrt die Realität schnell zurück. Wir haben gute Starts, sind außerhalb unserer Position und verlieren dann jede Runde einen Platz. Das ist die Situation und sie wird so bleiben bis nach dem Sommer", so Alonso.

Nach seinem ersten Stopp kehrte Alonso auf Platz 17 auf die Strecke zurück, doch dann musste er schon deutlich verlangsamen. In Runde 25 bog er in die Boxengasse ein und stellte das Auto ab. Sein bestes Rennergebnis bleibt damit der 15. Platz in Miami.

Nach dem Sommer will Aston Martin die Aerodynamik und Honda den Motor verbessern. Auf diese Änderungen hofft auch Alonso. "Wir wissen das und sind entspannt. Jedes Mal, wenn wir auf der Strecke sind, sind neue Sachen an den Autos und wir verbessern uns", so der Aston-Martin-Pilot. Dabei gab Honda schon vor dem Kanada GP bekannt, zwei Schwachstellen ihres Motors gelöst zu haben.

"Es ist schwierig, das genau zu beschreiben, aber wir waren hier definitiv schneller als in Miami. Aber der große Performance-Gewinn wird nur vom Motor und der Aerodynamik kommen. Und das passiert eben erst in der zweiten Jahreshälfte."

Die restlichen großen Themen des Rennens, besonders den Strategie-Patzer von McLaren, haben wir im folgenden Video gesprochen. Jetzt anschauen!

Falsche Reifenwahl! Strategie-Fail von McLaren nicht schlimm? (17:47 Min.)