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Formel 1

Formel 1, neue Farbe für Vettel? Aston Martin sucht Identität

Aston Martin ist mit seinem neuen Auftritt in der F1 nicht ganz glücklich. Autos im TV nicht präsent. Team sucht Lösung. Rückkehr zu Pink ausgeschlossen.
von Florian Becker

Motorsport-Magazin.com - Aston Martin kehrte 2021 in die Formel 1 zurück und etablierte nach der Übernahme des Racing-Point-Rennstalls seine neue Identität in Grün. Die vom britischen Sportwagenhersteller gewählte Farbe verdrängte das Pink des Vorgängerteams aus dem Grid. Der ehemalige Titelsponsor BWT ist darüber nicht glücklich. Teamchef Otmar Szafnauer gibt zu, dass die Boliden von Sebastian Vettel und Lance Stroll der Wiederkennungswert fehlt und kündigt Änderungen an.

"Ich glaube, dass die grüne Farbe uns steht, das ist ganz klar", so Szafnauer über die Corporate Identity von Aston Martin. Sie erstrahlt in Anlehnung an das legendäre British Racing Green in einem eigenen auf den Namen 'Aston Martin Racing Green' getauften Farbton. "Wenn du es dir live anschaust, ist es eine tolle Farbe, besonders in der Sonne."

Das Problem beim eleganten Grünton: Die beiden AMR21 sind im Feld der 20 Boliden nur schwer vom schwarzen Mercedes und dem dunkelblauen AlphaTauri auseinanderzuhalten. In den vergangenen Jahren waren die Fahrzeuge des Teams aus Silverstone jederzeit gut zu erkennen. 2017 stieg BWT als Sponsor bei Force India ein und ließ die Boliden daraufhin in Pink erstrahlen.

Im Vorjahr weitete der österreichische Konzern sein Engagement aus und trat als Titelsponsor von Force-India-Nachfolger Racing Point auf. Die Übernahme von Aston Martin beendete die Fortsetzung des Titelsponsorings, da die Corporate Identity von BWT nicht ins Konzept der Briten passte. BWT blieb dennoch als Sponsor und Partner an Bord.

Akzente im Pink des Unternehmens zieren das Design des Aston Martin AMR21. Darüber hinaus trägt auch Vettels Helmdesign die Farben zur Schau, nachdem BWT den viermaligen Weltmeister nach dessen Wechsel von Ferrari zu Aston Martin als Werbebotschafter gewinnen konnte. Die Strahlkraft des Engagements bei Racing Point erreichen die Österreicher damit aber nicht. Sie wünschen sich nach wie vor eine dominantere Präsenz der Autos.

Szafnauer kann die Marketingsorgen durchaus nachvollziehen. "Ich glaube, wir sollten uns anschauen, dass wir es am Fernseher etwas mehr hervorheben, ohne das Grün zu verlieren", so der US-Amerikaner. "Ich weiß nicht, ob wir das schaffen. Aber wir schauen uns an, wie wir im TV-Bild eine Unterscheidung zu den anderen dunklen Autos erreichen können."

Eine Rückkehr zum Auftritt in Pink ist für Aston Martin aber ausgeschlossen. "Angesichts unseres Namens Aston Martin und der Tatsache, dass Aston Martin traditionell grün ist und wir das Aston Martin Formel-1-Team ausweiten, denke ich, dass wir Grün bleiben. Ferrari ist rot, Aston Martin ist grün", so Szafnauer.


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