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Formel 1

Formel 1 heute vor 17 Jahren: Rossi als Schumacher-Double

MotoGP-Star Valentino Rossi fuhr in seiner Karriere mehrere Tests für Ferrari. Die erste Ausfahrt war solch eine Sensation, dass niemand es merken sollte.
von Daniel Geradtz

Motorsport-Magazin.com - Kaum zu glauben: Vor 17 Jahren war Valentino Rossi schon einer der größten Stars in der MotoGP und heute ist der Italiener immer noch unterwegs. Regelmäßig gab es Spekulationen, wonach der sechsfache Weltmeister mit einem Wechsel in die Formel 1 liebäugeln würde. 2004 bekam er erstmals die Möglichkeit, einen Ferrari aus der Königsklasse des Vierradsports zu testen. Auf der Ferrari-Hausstrecke in Fiorano drehte 'Il Dottore' einige Runden mit dem F2004, allerdings ohne sich zu erkennen zu geben.

Um nicht zu viel Aufmerksamkeit für seine erste Ausfahrt in einem F1-Boliden zu erregen, zog Rossi kurzerhand einen Helm von Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher auf. Die Tarnung in den Farben des amtierenden Weltmeisters war perfekt, als der 25-Jährige auf der Teststrecke konkurrenzfähige Zeiten fuhr. Dieser erste vielversprechende Gehversuch sollte nicht der einzige des italienischen Nationalhelden bleiben.

Valentino Rossi hatte mehrfach die Möglichkeit, einen Formel-1-Boliden von Ferrari zu testen - Foto: Ferrari Press Office

Rossi erhielt 2006 und 2008 weitere Testmöglichkeiten bei Ferrari. An sechs Testtagen legte etwas mehr als 1.000 Kilometer zurück. Zuletzt gab es 2019 ein PR-Event, bei dem er den Mercedes von Lewis Hamilton steuerte. Rossi war bei seinen Formel-1-Gastspielen immer ambitioniert bei der Sache. Zu einem Grand-Prix-Einsatz kam es allerdings nie.

Formel 1 heute vor 36 Jahren: Senna gewinnt ersten Grand Prix

Der Portugal GP des Jahres 1985 war eine Glanzstunde Ayrton Sennas. Es war das zweite Rennen des Jahres und somit der zweite Auftritt des jungen Brasilianers für das Lotus-Team, nachdem er seine Debüt-Saison für Toleman bestritten hatte.

Senna startete in Estoril auf nasser Piste von der Pole Position und fuhr ein tadelloses Rennen, während sich erfahrene Piloten wie Riccardo Patrese und Keke Rosberg von der Strecke drehten. Der Regen war zeitweise so stark, dass das auf der Start-/Ziel-Geraden gesammelte Wasser Aquaplaning verursache. Leidtragender war Alain Prost. Der Franzose wurde zum Passagier und schlug in die Streckenbegrenzung ein.

Von alldem ließ sich Senna nicht aus der Ruhe bringen. Er fuhr einen lupenreinen Start-/Ziel-Sieg ein und konnte darüber hinaus mit der schnellsten Runde punkten. Das Rennen wurde durch das Erreichen der Zwei-Stunden-Marke beendet. Bei der Zieldurchfahrt hatte der Sieger mehr als eine Minute Vorsprung auf Michele Alboreto im Ferrari, der Zweiter wurde.

Was sonst noch geschah:

Vor 30 Jahren: Der 35-fache Grand-Prix-Teilnehmer Max Chilton wird geboren.


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