Motorsport-Magazin.com Plus
Formel 1

Formel 1, Vettel nach Quali-Flop ratlos: Leclerc hat mehr Grip

Sebastian Vettel hadert mit dem Q2-Aus im Qualifying auf dem Bahrain-Außenkurs. Kein Windschatten und weniger Grip als Ferrari-Teamkollege Charles Leclerc.
von Florian Becker

Motorsport-Magazin.com - Sebastian Vettels vorletztes Qualifying für Ferrari in der Formel 1 ließ ihn einmal mehr ratlos zurück. Der viermalige Weltmeister musste als 13. schon im Q2 aussteigen, während Teamkollege Charles Leclerc sich sensationell den vierten Startplatz für das Rennen am Sonntag sicherte. Vettel sieht in schlechter Track Position und einem Defizit im Mittelsektor den Grund für die zwölfte teaminterne Niederlage der Saison.

"Er hat in der Schikane irgendwie mehr Grip gefunden. Da war er hauptsächlich schneller, was den Rest anging war ich auf Augenhöhe oder schneller", erklärt Vettel den Rückstand von viereinhalb Zehntelsekunden auf Leclerc im Q2. Bereits am Freitag hatte er im zweiten Training seine Probleme mit dem Mittelsektor gehabt, doch die Gründe waren diesmal andere.

"Das gestern war nur ein Ausrutscher und das wussten wir", so der 33-Jährige über das misslungene Setup-Experiment im Training. Die Balance des SF1000 war also nicht die Ursache für seine Schwierigkeiten in den Kurven sieben und acht: "Generell hatte ich ein gutes Gefühl. Ich weiß wirklich nicht, was da schief gelaufen ist."

Vettel klagt über schlechte Track Position

Den einzigen Kurvenkomplex auf dem nur 3,543 km langen 'Outer Layout' des Bahrain International Circuit nicht richtig zu erwischen, forderte einen hohen Preis. 14 der 15 im Q2 verbliebenen Piloten lagen am Ende des Segments innerhalb von sieben Zehntelsekunden. Lediglich McLaren-Pilot Lando Norris, der keine saubere Runde erwischte, fiel aus dem Rahmen.

"Es war natürlich sehr eng und am Ende waren wir doch ziemlich weit weg", so Vettel, der glaubt, dass etwas Windschatten ihm geholfen hätte, die zwei für den Q3-Einzug fehlenden Zehntelsekunden zu finden. "Wir hätten was unsere Track Position angeht etwas präziser sein können", sagt er. "Ich hatte im zweiten Run niemanden vor mir und das war eine Verschwendung."

Dass der Motorwechsel aufgrund eines Defekts im 3. Freien Training beim Rückstand eine Rolle gespielt haben könnte, glaubt er nicht. "Die Jungs haben einen guten Job gemacht, aber leider konnten wir nicht an die Pace anknüpfen, die wir das Wochenende über hatten", sagt er. "Wir waren einfach nicht schnell genug."

Von Startplatz 13 aus kann Vettel am Sonntag immerhin auf freie Reifenwahl zurückgreifen. Etwas, das auf der Renndistanz von 87 Runden auf dem Außenkurs von Bahrain unter Umständen ein Vorteil sein kann: "Auf die Reifen aufzupassen wird sehr schwierig. Es wird darum gehen, sich aus dem Verkehr herauszuhalten."


Weitere Inhalte: