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Formel 1

Formel 1 Bahrain, Verstappen rätselt: Da fehlte etwas viel

Max Verstappen schien im Qualifying zum Formel-1-Rennen in Bahrain nach FP3-Sieg Mercedes gefährden zu können. Es kam anders. Red-Bull-Pilot grübelt.
von Jonas Fehling

Motorsport-Magazin.com - Max Verstappen startet beim Großen Preis von Bahrain einmal mehr in der Formel-1-Saison 2020 hinter den beiden Mercedes von Lewis Hamilton und Valtteri Bottas. Im Qualifying in Sakhir fuhr der Red-Bull-Pilot mit 0,414 Sekunden Rückstand auf die Pole Position des Weltmeisters auf den dritten Platz. Ein gewohntes Ergebnis also, das auf dem Bahrain International Circuit allerdings etwas mehr überraschte als sonst.

Hintergrund: In der Generalprobe hatte Verstappen noch mehr überzeugt als alle Konkurrenten, fuhr im dritten Freien Training die Bestzeit. Das ließ sich im Zeittraining nicht bestätigen. Schon im Q2 funkte Verstappen, die Reifen seien plötzlich problematischer als in der vorherigen Session, würden überhitzen. Deshalb habe es trotz eine aus seiner Sicht makellosen Runde nicht gereicht.

Qualifying Bahrain: Verstappen überhitzen die Reifen

Liegen gelassen habe er nichts, so Verstappen. „Die Runde war ziemlich gut, nur in den langsameren Kurven hat mir ein bisschen der Grip am Heck gefehlt“, sagte der Niederländer. Eine logische Folge zu heißer Pirelli-Pneus. „Aber in Summe war es ein gutes Qualifying“, freute sich Verstappen dennoch. „Es war in Ordnung.“

Ein kleines Rätsel gibt dem Red-Bull-Fahrer jedoch die etwas verschlechterte Performance auf. „Das Wochenende ist generell sehr positiv, im Qualifying fehlte einfach ein bisschen zu viel. Ich weiß nicht genau warum, das müssen wir herausfinden“, forderte Verstappen.

Verstappen grübelt nach starker Generalprobe

Zumindest im Q1 konnte sich Verstappen das noch erklären. „Da musstest du den Gummi der anderen Kategorien wegfahren, von den Porsche. Ich war eines der ersten Autos auf der Strecke, das war vielleicht nicht die beste Entscheidung. Aber es war noch gut genug“, berichtete Verstappen. „In Q2 bis Q3 waren die Schritte dann kleiner, aber es gab natürlich noch eine Entwicklung.“

Der unter dem Strich sogar wieder große Rückstand auf die Mercedes überraschte Verstappen jedoch nicht übermäßig. „Nicht wirklich. Wir pushen hart, wissen aber, dass wir ein paar Schwächen im Auto haben, die wir dieses Jahr nicht beheben können.“, sagte Verstappen. „Und sie haben heute definitiv die Pace angezogen. Auch morgen wird es hart, sie zu schlagen“, fürchtet Verstappen.

Verstappen hofft auf Renn-Setup

Ob er ein Sieganwärter sei, könne er kaum sagen. Allerdings hofft der Niederländer darauf, mit seiner Ausrichtung des Setups auf das Rennen im Vorteil zu sein. Verstappen: „Mal schauen, wie es morgen im Rennen läuft. Die Strecke nimmt die Reifen hart ran, hoffentlich haben wir dafür den richtigen Kompromiss getroffen. Es wird ganz sicher ein aufregendes Rennen!“


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