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Formel 1, Stroll attackiert Leclerc nach Crash: Schlampig!

Lance Stroll kommt beim Russland GP der Formel 1 2020 nur vier Kurven weit. Ein Crash mit Charles Leclerc endet in der Bande. Der Kanadier ist stinksauer.
von Jonas Fehling

Motorsport-Magazin.com - Kurzer Russland GP für Racing-Pilot Lance Stroll: Schon nach vier Kurven war das zehnte Rennen der Formel-1-Saison 2020 für den Kanadier gelaufen. Nach einer Kollision mit dem Ferrari von Charles Leclerc unmittelbar nach dem Start endete der Grand Prix für Stroll in der Streckenbegrenzung auf der Innenseite von Kurve vier des Sochi Autodroms.

Was war genau passiert? Nach einem starken Start hatte sich Stroll von P12 in der Startaufstellung bis Kurve vier bereits bis auf Rang sieben vorgearbeitet. Beim Einlenken in diese für Stroll letzte Kurve lag der Kanadier bereits direkt hinter Teamkollege Sergio Perez. Dann fuhr ihm Ferrari-Pilot Leclerc hinten rechts aufs Eck. Stroll verlor sofort die Kontrolle, versuchte noch gegenzulenken, bog aber chancenlos nach rechts in die Streckenbegrenzung ab.

Stroll überrascht: Warum keine Strafe für Leclerc?

Die Stewards erteilten für den Zwischenfall keine Strafe, plädierten auf Rennunfall im Startgetümmel. Für Stroll völlig unverständlich. „Sehr schlampig für seinen Teil, ich habe im genug Platz gelassen“, wettert der Kanadier gegen den Monegassen. „Ich bin ziemlich überrascht, dass er keine Strafe bekommen hat!“

Stroll weiter: „Ich habe ihm jede Menge Platz gelassen, bin die ganze Kurve auf der Außenbahn gefahren und er hat einfach mein Heck getroffen. Ich habe ihm allen Platz gelassen, den ich ihm lassen konnte.“

Stroll: Leclerc hätte es vermeiden können

Unglücklich sei der Unfall zwar auch gewesen. „Aber er hätte es vermeiden können. Er hätte nicht so weit und in mich fahren müssen, also denke ich, dass es fast schon lächerlich ist, dass er keine Strafe bekommen hat“, kritisiert Stroll.

Umso größer fällt der Ärger aus, sah sich Stroll in einer guten Ausgangsposition, nach dem Ausfall von Mugello wieder Big Points zu holen. „Es war viel drin. Wir waren zu diesen Zeitpunkt Siebter, ich hatte einen großartigen Start und wir waren auf einem guten Reifen unterwegs. Deshalb ist es echt schade“, hadert Stroll.

Stroll trauert Big Points nach

Das bestätigte im Rennen Teamkollege Perez. Der Mexikaner erzielte mit Platz vier sein bis dato bestes Ergebnis in der Formel-1-Saison 2020 - und das ohne die Updates am RP20, über die auch in Russland weiter nur der im WM-Stand besser platzierte Stroll verfügte.

Daran hat sich auch durch Perez starkes Resultat in Sotschi nichts geändert, allerdings liegt ‚Checo’ nun nur noch einen Punkt hinter dem Kanadier auf Platz neun der Fahrerwertung.

Formel 1: Wieso wurde Leclerc in Sotschi nicht bestraft?: (15:30 Min.)


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