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Formel 1 Silverstone, Rätselraten um Vettel-Performance

Sebastian Vettel startet beim 70. Jubiläums GP der Formel 1 von Platz 12. Teamkollege Charles Leclerc haushoch überlegen. Woran liegt es?
von Christian Menath

Motorsport-Magazin.com - "Das war alles was ich hatte. Alles was in dem Auto war. Ich habe es versucht, danke", funkte ein resignierter Sebastian Vettel auf seinem Weg zurück in die Ferrari-Garage. Kurz zuvor war Vettel im Qualifying zum 70. Jubiläums GP der Formel 1 in Silverstone im Q2 ausgeschieden.

Dass der Einzug ins Q3 für Ferrari inzwischen eine echte Hürde ist, ist nichts Neues. Doch Teamkollege Charles Leclerc qualifizierte sich wie vor einer Woche locker, fuhr vier Zehntelsekunde schneller - auf härteren Reifen.

In seiner ganzen Verzweiflung zog Vettel neben George Russell als einziger Pilot die weichen Reifen auf, um sich für Q3 zu qualifizieren. Doch selbst der letzte Strohhalm war nicht genug, Vettel schied als Zwölfter aus.

"Ich glaube, wir sind genau da, wo wir auch letzte Woche waren. Ich habe alles versucht, momentan geht nicht mehr", sagte Vettel anschließend am RTL-Mikrofon und fügte an. "Ich bin lange genug dabei und habe sehr viel probiert, b in aber in zwei Wochen auf keinen grünen Zweig gekommen."

Vettel: Mit Qualifying-Runden zufrieden

Mit seinen Runden war der Heppenheimer dabei zufrieden. "Vielleicht kann man über ein halbes Zehntel in Kurve sechs und sieben diskutieren, aber sonst war das okay", so Vettel. Ist Startplatz zwölf nun das 'new normal' für Vettel? "Ich bin nicht zufrieden damit, aber ich bin zufrieden mit dem, was ich aus dem Auto herausgeholt habe."

Was die Frage aufwirft: Warum verliert Vettel so viel auf Teamkollege Leclerc, der sich schlussendlich auf Rang acht qualifizierte? "Es sind seit zwei Wochen immer dieselben Ecken, es ist aber egal was ich da mache", versucht ein leicht verzweifelter Vettel zu erklären.

Immerhin: Im Gegensatz zur letzten Woche, als sich Vettel auf Soft-Reifen auf Rang neun qualifizierte, hat der Ferrari-Pilot nun freie Reifenwahl. Kein echtes Trostpflaster für ihn: "Das Ziel war, weiter nach vorne zu kommen…"


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