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Formel 1 Silverstone: Hülk-Comeback 2.0: So lief der Freitag

Nach seinem missglückten Comeback am Sonntag, blickt Hülkenberg optimistisch auf seine zweite Chance als Perez-Ersatzmann. So lief das Freitagstraining.
von Florian Niedermair

Motorsport-Magazin.com - In den letzten Tagen vor dem Formel-1-Rennwochenende zum 70-Jahre-Jubiläums-Grand Prix in Silverstone herrschte viel Unklarheit rund um Sergio Perez, der letzte Woche aufgrund eines positiven Coronatests auf das Rennen verzichten musste. Alles für nichts, denn Perez wurde erneut positiv auf das Virus getestet und Nico Hülkenberg kommt zu seinem zweiten Auftritt als Perez-Ersatzmann für Racing Point bei einem Rennwochenende.

Dieses Mal hatte Nico Hülkenberg deutlich mehr Vorbereitung auf den Formel-1-Einsatz, nachdem der Deutsche in der letzten Woche in einer Nacht-und-Nebel-Aktion an die Strecke geflogen werden musste. "Ich habe mich im Auto heute deutlich wohler gefühlt als in der letzten Woche", resümiert der 177-fache Grand-Prix-Teilnehmer nach den beiden Trainingssessions am Freitag.

Auch was seine körperliche Verfassung anging, zeigte sich Hülkenberg zufrieden mit der Verbesserung seit dem Großbritannien-Grand-Prix. "Das zeigt, wie schnell sich Muskeln wieder erinnern. Der Nacken war heute kein Thema mehr", sagte Hülkenberg im Hinblick auf die Nackenschmerzen, die ihm am letzten Wochenende noch plagten. Probleme gab es hingegen anderswo. Der Carbon-Sitz, der eigens für dieses Wochenende angefertigt wurde, verrutschte im Training.

Das hinderte Hülkenberg jedoch nicht daran, das Klassement aufzumischen. Schon im ersten Freien Training war er voll bei der Musik dabei und belegte am Ende der Session die vierte Position hinter den beiden Mercedes-Piloten und Max Verstappen. Dabei nahm er Lance Stroll, der auf seinem schnellen Versuch keine gute Runde zusammenbrachte, mehr als sechs Zehntel ab.

Im zweiten Training hielt Hülkenberg gut mit Stroll mit und belegte am Ende zwei Zehntel hinter seinem Teamkollegen die sechste Position. "Heute fühlte ich mich von Anfang an zuhause und wusste, wie ich mit dem Auto etwas spielen konnte. Darauf können wir aufbauen", freute sich der ehemalige Renault-Pilot.

Für das Qualifying hat sich Hülkenberg ein klares Ziel gesetzt: "Ich will alles herausholen und in die Top-10 fahren." In der letzten Woche scheiterte Hülkenberg noch am Einzug in Q3 an seinem Teamkollegen und qualifizierte sich auf Rang 13, ehe sein Wagen bereits vor dem Rennstart schlappmachte. Dementsprechend niedrig formuliert er auch die Zielsetzung für das Rennen: "Den Start erleben und die Zielflagge sehen".


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