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Formel 1

Formel 1, Budget Cap: Wolff fürchtet Umstrukturierungen

Die Kostengrenze von 145 Millionen Dollar, die 2021 eingeführt wird, stieß bis zuletzt auf Gegenwind von Mercedes. Toto Wolff erklärt warum.
von Florian Niedermair

Motorsport-Magazin.com - 2021 wird der Budget Cap in der Formel 1 eingeführt. Dabei kann die neue Kostendeckelung auf den Rückhalt der meisten F1-Teams zählen. Nicht dazu zählt allerdings Mercedes. Toto Wolff wehrte sich lange gegen die Senkung der Deckelung von 175 auf 145 Millionen Dollar. Bei einer Pressekonferenz am Rande des Saison-Auftakts in Österreich erklärte Wolff, warum er sich gegen das Ausgabenlimit positioniert hatte.

Wolff sagte über die Kostendeckelung: "Wir wollten mit dem Cost Cap auf einem höheren Level behalten. Denn unser Team funktioniert reibungslos und mit die Kostengrenze müssten wir das Team zwangsläufig neu strukturieren."

Dennoch sieht Wolff die Vorteile des Budget Caps für den Sport: "Die Gewinn/Verlust-Rechnung könnte sich komplett ändern. Denn anstatt einem Defizit würde etwa unser Team profitabel werden, was auf lange Sicht sehr wichtig für die langfristige Nachhaltigkeit des Sports ist."

Weiter meinte Wolff: "Es gibt Shareholder und Team-Eigentümer, die die Formel 1 aus Liebe zum Sport machen und Eigentümer, welche die Formel 1 als Marketing-Plattform nutzen. " Mit der Kostendeckelung geht Wolff davon aus, dass sich aus der Formel 1 auch abgesehen vom Marketing-Effekt ein profitables Geschäftsmodell entwickeln lässt.

Bisher wurde der F1-Einsatz etwa bei Mercedes durch einen positiven Marketing-Effekt legitimiert. Wolff erklärte: "Für Mercedes und auch für unsere Partner muss die Rendite passen. Formel 1 ist eine der besten Marketing-Plattformen auf der Welt. Mercedes ist in der Lage eine Rendite zu generieren die bis zu ein 20-faches der Investitionen ergibt. Also von einem Marketing-Standpunkt aus gesehen hat es immer Sinn gemacht und macht auch weiterhin Sinn. "


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