Formel 1

Formel 1, Test: Erste Ausfahrt des neuen 2020er Renault

Zu Testbeginn zeigte Renault erstmals sein diesjähriges Auto. Der R.S. 20 wird seine schwarze Lackierung allerdings nur vorübergehend tragen.
von Daniel Geradtz

Motorsport-Magazin.com - Knapp eine Woche nachdem Renault seine Saison mit seiner Teampräsentation offiziell eröffnet hatte, gab der neue R.S.20 sein Testdebüt in Barcelona. Beim Launch Event hatte das Team das neue Auto der Öffentlichkeit noch vorenthalten, sodass sich Fans wie Medienvertreter mit einer kleinen Auswahl von äußerst dunklen Renderbildern begnügen mussten.

Bei den Formel-1-Testfahrten in Barcelona konnten die Franzosen ihren Boliden für die Saison 2020 jetzt nicht länger verstecken: Esteban Ocon fuhr am Morgen Vormittag zum ersten Mal mit dem neuen R.S. 20 auf die Strecke. Am Nachmittag wird Daniel Ricciardo das Fahrzeug übernehmen.

Wie die in Paris vorgestellten Animationen vermuten ließen, ist das Auto komplett in Schwarz auf der Strecke unterwegs. Einziger Farbtupfer sind die gelben Startnummern auf der Fahrzeugnase und der Motorabdeckung. Bei der Lackierung handelt es sich um ein Testdesign, wie Renault bestätigte. Videos vom Filmtag, der zu Beginn dieser Woche abgehalten wurde, zeigen das Fahrzeug im gewohnten Schwarz-Gelb.

“Für die kommende Saison müssen wir drei Prioritäten berücksichtigen, die wir in der Winterpause identifiziert haben", erläuterte Teamchef Cyril Abiteboul beim Launch. "Zuverlässigkeit von Anfang an, ein hohes Performance-Level und eine gute Umsetzungsrate auf der Rennstrecke."

Renault blieb hinter Erwartungen

Um diese Ziele zu erreichen hat sich das Team 2019 in der zweiten Jahreshälfte neu aufgestellt. Der ehemalige Technikdirektor Nick Chester hat das Team verlassen. Es dockten Pat Fry, ehemals für Ferrari und McLaren tätig, sowie Dirk de Beer an, der bis Mitte 2018 Chef-Aerodynamiker bei Williams war.

Im vergangenen Jahr hat Renault seine Vorgabe verfehlt, vierte Kraft in der Konstrukteurs-Wertung zu werden. Das Team belegte hinter McLaren den fünften Rang. Negative Schlagzeilen machte das Team, als nach dem Japan GP bekannt wurde, dass es eine Bremshilfe einsetzt. Diese wurde von der FIA als illegales Assistenzsystem bewertet, weshalb Ricciardo und Nico Hülkenberg in jenem Rennen disqualifiziert wurden.


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