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Formel 1 Top-5: Die besten Silberpfeile der Geschichte

Unser Rückblick auf die Highlights unserer Printausgabe 2019. Heute: Die fünf besten Mercedes-Boliden in der Formel-1-Historie.
von Stephan Heublein

Motorsport-Magazin.com - Die Silberpfeile sind in den vergangenen 85 Jahren zum Synonym für erfolgreiche Rennwagen geworden. Auch in dieser Saison eilen ihre Nachfolger von Sieg zu Sieg. Zeit für uns, um einen genauen Blick auf fünf der legendärsten Exemplare dieser glitzernden Gattung zu werfen.

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5. Mercedes W 25 - Der Erste seiner Art

Der Mythos der Silberpfeile ist jedem Rennsport-Fan ebenso geläufig wie die Historie der springenden Pferde aus Maranello. Die Zutaten sind geradezu schon legendär: Eifelrennen 1934, neue 750-kg-Formel, leichtes Übergewicht am Vorabend des Rennens, manuelles Abschleifen der weißen Farbe und Sieg im neuen Silberkleid. Egal, ob sich diese Geschichte nun wirklich so ereignet hat oder nicht, eines steht felsenfest: vor exakt 85 Jahren schlug mit dem W 25 die Geburtsstunde der heutigen Silberpfeile. Neben dem ersten Silberpfeil-Sieger Manfred von Brauchitsch feierten später auch Legenden wie Rudolf Caracciola und Luigi Fagioli Erfolge im W 25, der über mehrere Jahre hinweg immer wieder Leistungsupdates erhielt.

Saison: 1934-1936
Leistung: 280-494 PS
Topspeed: 300 km/h
Erfolge: 16 GP-Siege

4. Mercedes W 196 R - Die Legende

Kaum ein Rennwagen ist so legendär wie der W 196 R. Der leicht sperrige Name ist vielleicht nicht jedem Fan ein Begriff, aber die ikonische Stromlinien-Karosserie des Boliden hat sich bei jedem ins Gehirn eingebrannt, der sie schon einmal auf alten Fotos gesehen hat. Interessant: Neben der Stromlinie gab es je nach Strecke auch eine Monoposto-Version mit freistehenden Rädern. Bis zum F1-Ausstieg von Mercedes gewann das Auto neun seiner zwölf Grands Prix. Juan Manuel Fangio krönte sich darin zweimal zum Weltmeister. Viel besser geht's nicht. Übrigens: Für die Sportwagen-WM wurde eine dritte Variante des W 196 R gebaut - der zweisitzige 300 SLR. Wie es sich gehörte, siegte auch dieser bei seinem ersten Einsatz bei der Mille Miglia mit Sir Stirling Moss am Steuer.

Saison: 1954/55
Leistung: 256-290 PS
Topspeed: über 300 km/h
Erfolge: 9 GP-Siege, 2 Fahrer-Titel

Juan Manuel Fangio gewann 1955 im Mercedes W 196 den Niederlande GP und den WM-Titel - Foto: LAT Images

3. Mercedes F1 W03 - Erster Sieger der Neuzeit

Mit der F1-Rückkehr im Jahr 2010 begann eine neue Ära für die Silberpfeile. Doch die Erfolge blieben zunächst aus. Erst im dritten Comeback-Jahr gelangen dem Team in China die erste Pole und der erste Sieg der silbernen Neuzeit. Pikant: Statt dem Rekordchampion Michael Schumacher war es sein Landsmann Nico Rosberg, der die neue Epoche der Silberpfeile mit dem ersten Sieg so richtig einläutete. Der bis dahin letzte Werkserfolg von Mercedes datierte aus dem September 1955 in Monza - seitdem waren 20.671 Tage vergangen. Ganz so lange sollte es nicht mehr bis zum zweiten Silberpfeil-Triumph der neuen Zeitrechnung dauern, es sollte jedoch der einzige Sieg für den W03 mit der unvorteilhaften Stufennase bleiben...

Saison: 2012
Siege: 1
Poles: 1
Titel: keine

In China holte Nico Rosberg 2012 im Mercedes F1 W03 den ersten Sieg seit dem Comeback als Werksteam - Foto: Sutton

2. Mercedes F1 W05 Hybrid - Die Wiedergeburt der Silberpfeile

In den ersten vier Comeback-Saisons gelangen Mercedes gerade einmal vier Siege. Keine Bilanz, die der ruhmreichen Vergangenheit würdig war. Noch waren die Boliden also keine echten Silberpfeile, sprich: Seriensieger und Weltmeister. Das sollte sich in der Saison 2014 mit dem Beginn der neuen Hybrid-Ära schlagartig ändern. Der W05 fuhr in seiner eigenen Welt und gewann auf dem Weg zum ersten WM-Double 16 der 19 Rennen. Der Grundstein für Lewis Hamiltons dritten WM-Titel war die neue Power Unit, deren Leistung, Effizienz und Zuverlässigkeit die versammelte Konkurrenz in den Schatten stellte. Darauf hatten die schlauen Köpfe in Brackley und Brixworth vom ersten Konzept bis zum Titelgewinn über drei Jahre lang hingearbeitet.

Saison: 2014
Siege: 16
Poles: 18
Titel: Fahrer- und Teamtitel

Im W05 Hybrid gewann Lewis Hamilton den ersten WM-Titel mit Mercedes - Foto: Sutton

1. Mercedes F1 W07 Hybrid - Der Dominator

Seit dem Beginn der Formel 1-Hybrid-Ära im Jahr 2014 dominieren die Silberpfeile die Königsklasse. Doch keiner unter ihnen war bislang so überlegen wie der W07 aus dem Jahr 2016. Das Auto gewann 19 der 21 Rennen, startete 20 Mal von der Pole Position und fuhr mit 765 WM-Zählern einen neuen Punkterekord ein. Sogar ein glatter Durchmarsch mit 21 Siegen wäre möglich gewesen - doch in Spanien kam es kurz nach dem Start zur berüchtigten Kollision der beiden Mercedes-Teamkollegen und in Malaysia verhinderten ein Motorschaden und eine Kollision bessere Ergebnisse. Aber auch so war der W07 der Bezeichnung Silberpfeil mehr als würdig.

Saison: 2016
Siege: 19
Poles: 20
Titel: Fahrer- und Teamtitel

2016 fuhr Nico Rosberg mit dem Mercedes F1 W07 Hybrid zum WM-Titel - Foto: Sutton

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