Formel 1

Formel 1 Abu Dhabi, 2. Training: Bottas mit Bestzeit und Crash

Mercedes gibt auch im 2. Training in Abu Dhabi den Ton an. Valtteri Bottas distanziert Lewis Hamilton und Ferrari. Kurioser Crash mit Romain Grosjean.
von Florian Becker

Motorsport-Magazin.com - Bestzeit für Mercedes im 2. Freien Training der Formel 1 in Abu Dhabi. Valtteri Bottas setzte sich wie schon im FP1 gegen die Konkurrenz durch. Der Finne distanzierte Weltmeister Lewis Hamilton sowie die Ferrari-Piloten Charles Leclerc und Sebastian Vettel deutlich. Die Fahrer erlebten in der Session am Abend ereignisreiche 90 Minuten. Kurz vor Schluss sorgte ein Crash zwischen Valtteri Bottas und Romain Grosjean für Aufregung.

Das Ergebnis: Mit einer Rundenzeit von 1:36.275 Minuten unterbot Bottas seine Bestzeit aus dem ersten Training um sieben Zehntelsekunden und fuhr so die mit Abstand schnellste Rundenzeit beim Auftakt ins Final-Wochenende. Hamilton büßte auf dem Soft-Reifen drei Zehntel ein, sorge damit aber trotzdem für eine silberne Doppelspitze.

Erster Verfolger war Leclerc, der nach einem Mauerkontakt bei seinem ersten Run einen zweiten Anlauf auf dem weichen Reifen nehmen musste. Der Monegasse landete knapp vier Zehntel hinter der Bestzeit. Vettel verlor fünf Hundertstel auf den Teamkollegen. Auch erst fuhr seine persönliche Bestzeit nach einem misslungenen ersten Versuch mit einem zweiten frischen Satz Soft-Reifen.

Red-Bull-Pilot Max Verstappen hielt mit einer halben Sekunde Rückstand als Fünfter den Anschluss an das Spitzenquartett, obwohl er auf seinem besten Run am Ausgang von Kurve eins neben der Strecke war und durch diesen Fehler Zeit einbüßte. Sein Stallgefährte Alexander Albon wurde mit einer Sekunde Rückstand auf Bottas Sechster.

Best of the Rest war Romain Grosjean im Haas. Der Franzose führte damit das auch am letzten Wochenende des Jahres enge Mittelfeld an. Die Top-10 komplettierten Racing-Point-Fahrer Sergio Perez und das Toro-Rosso-Duo Daniil Kvyat und Pierre Gasly.

McLaren landete mit beiden Fahrern knapp außerhalb der Top-10. Eine Schwache Vorstellung zeigten auch Renault und Alfa Romeo, die geschlossen auf den Positionen 15 bis 18 landeten. Die rote Laterne ging wie üblich an Williams. George Russell landete trotz gesundheitlicher Beschwerden als 19. vor Robert Kubica.

Leclerc an der Wand, Bottas crasht mit Grosjean

Die Zwischenfälle: Das 2. Freie Training auf dem Yas Marina Circuit gestaltete sich trotz der dort üppig vorhandenen Auslaufzonen spektakulär. Wider Erwarten blieb es diesmal nicht bei den üblichen Verbremsern in den harten Anbremszonen wie zum Beispiel in Kurve neun, wo es Gasly und Giovinazzi erwischte.

Zunächst sorgte Leclerc auf seiner ersten Hot-Lap am Ausgang von Turn 9 für eine heikle Szene. Beim Herausbeschleunigen kam er auf den Astro-Turf und touchierte beim Korrigieren mit der rechten Fahrzeugseite die Leitplanke. Nach einem kurzen Check ging die Session für ihn weiter. Alfa-Romeo-Pilot Antonio Giovinazzi leistete sich ähnlich wie Vettel im FP1 an dieser Stelle einen Dreher, der für ihn allerdings ohne Einschlag glimpflich ausging.

Rund 15 Minuten vor Ende der Session kam es zu einer für ein Training sehr ungewöhnlichen Kollision zwischen Valtteri Bottas und Romain Grosjean. Der Haas-Pilot war in langsamer Fahrt unterwegs, was den relativ weit dahinter fahrenden Bottas veranlasste, beim Anbremsen auf Turn 11 zum Überholmanöver anzusetzen.

Grosjean fuhr jedoch weiter auf der Ideallinie und zog dem mit deutlichem Überschuss herannahenden Bottas am Scheitelpunkt ins Auto. Beide konnten ihre beschädigten Autos nach dem Kontakt aus eigener Kraft zurück an die Box steuern. Die Session musste für Reinigungsarbeiten kurzzeitig unterbrochen werden, was die zu diesem Zeitpunkt laufenden Longruns der Teams stoppte.

Das Wetter: Das FP2 war in Abu Dhabi als einzige Nachtsession neben Qualifying und Rennen wie üblich die wichtigste der Trainingssessions an diesem Wochenende, um die Setuparbeit zu erledigen. Die Außentemperatur betrug bei trockenen Bedingungen 24 Grad Celsius, der Asphalt war nach dem Sonnenuntergang mit 27 Grad Celsius gewohnt kühl.


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