Formel 1

Formel 1: Mick Schumacher fährt Ferrari F2002, jetzt Auktion

Mit dem F2002 wird erneut ein Ferrari von Michael Schumacher versteigert. Vor der Auktion beim Formel-1-Rennen in Abu Dhabi gaste Mick Schumacher schon an.
von Jonas Fehling

Motorsport-Magazin.com - Sensationelle Auktion im Rahmen des Formel-1-Saisonfinales 2019. In Abu Dhabi veranstaltet das bekannte Londoner Auktionshaus RM Sotheby's am 30. November erstmals überhaupt im Rahmen der Formel 1 und gemeinsam mit der F1 eine Versteigerung legendärer Boliden der F1-Geschichte.

Einmal mehr dabei ist ein besonders berüchtigtes Modell aus der Blütezeit der Ära Michael Schumacher und Ferrari: Der F2002, mit dem der spätere Rekordweltmeister in der Saison 2002 zum fünften Mal den WM-Titel erzielte.

Michael Schumachers WM-Ferrari von 2002 wird versteigert

Tatsächlich handelt es sogar um genau jenes Chassis (Nr. 219), in dem Michael Schumacher vor 17 Jahren mit einem Sieg beim Frankreich GP in Magny-Cours seinen dritten WM-Titel mit Ferrari final und vorzeitig - bei noch sechs ausstehenden Rennen die bis heute frühste Entscheidung des Sports - fixierte.

Zuvor hatte Schumacher mit dem Chassis bereits Siege in Imola und Österreich gefeiert. Insgesamt, also auch mit anderen Chassis', erzielte Schumacher im F2002 elf Siege. Ferrari erzielte in der Saison alleine so viele Punkte wie alle anderen Teams zusammen.

Mick Schumacher fährt F2002

Wie bereits bei jüngsten Auktionen handelt es sich um ein voll funktionstüchtiges Auto. Ferrari arbeitete Motor und Getriebe für den neuen Besitzer auf.

Mick Schumacher fährt Michael Schumachers F2002 in Fiorano!: (01:47 Min.)

Das bewies im Vorfeld der bereits vor Wochen angekündigten Auktion jetzt Mick Schumacher. Der Sohn Michael Schumachers pilotierte den F2002 auf der hauseigenen Ferrari-Strecke von Fiorano, einen Zusammenschnitt dessen mit Bildern aus der Zeit Michaels Schumachers stellte das Auktionshaus Sotheby's mit der Bekanntgabe zur Verfügung.

Mick Schumacher fuhr bereits Ferrari F2004

"Mick und den F2002 zusammenzubringen war ein besondere Moment für alle Beteiligten und ein historischer Moment für die Formel 1 und Ferrari", sagt Oliver Camelin, Spezialist für Automobile bei RM Sotheby's, von dem Tag in Fiorano. "Zeuge von Michaels Sohn in diesem unglaublichen Auto, in der Heimat der Scuderia Ferrari zu sein, war eine einmalige Erfahrung."

Zuletzt hatte Mick Schumacher erst im Rahmen des Deutschland GP 2019 in Hockenheim einen Ferraris seines Vaters pilotiert. Mit gleich zwei Showruns im F2004 begeisterte der F3-Champion 2018 die Fans auf den Tribünen des fast ausverkauften Hockenheimrings. Zuvor hatte Mick bereits in Spa einen alten Benetton seines Vaters um die Ardennen-Achterbahn gejagt. In Fiorano allerdings fuhr Mick zum ersten Mal überhaupt in einem F1-Auto. "Da ist für mich ein Traum wahrgeworden, ein ganz besonderer Tag", sagt Mick.

Bricht der F2002 den Weltrekord des F2001?

Ein Teil der Versteigungssumme (erwartet wird ein Erlös von umgerechnet 5 bis 7 Millionen Euro) soll in Michael Schumachers Keep Fighting Foundation fließen. Die Stiftung unterstützt diverse Projekte im Bereich Kultur, Bildung, Wissenschaft und Gesundheit.

Zuletzt hatte ein Ferrari F2001 im Jahr 2017 6,4 Millionen Euro erzielt. Das war ein neuer Weltrekord für Versteigerungen von Formel-1-Autos. Experten hatten diesen Boliden Schumachers zuvor auf nur gut die Hälfte taxiert. Läuft es mit dem F2002 in Abu Dhabi nun genauso, würde also erneut ein neuer Weltrekord erzielt.

Neben dem F2002 wird noch ein weiterer Bolide der F1-Legende versteigert - der Benetton B192, mit dem Schumacher 1992 seine erste volle Saison in der Formel 1 bestritt. Hinzu gesellt sich Patrick Tambays Ferrari 126 C2.

7,5 Millionen! Michael Schumachers Ferrari F2001 bricht Rekorde: (00:59 Min.)

Ein Exklusiv-Interview mit Mick Schumacher ist in der aktuellen Print-Ausgabe von Motorsport-Magazin.com zu lesen, die am 31.10.2019 erschienen ist. Darin spricht Schumacher nicht nur über über den Mythos Ferrari, sondern auch über seine Formel-2-Saison und vieles mehr. Geführt wurde das Interview - natürlich - auch in Fiorano.


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