Formel 1

Formel 1 Silverstone, Renault-Absturz: Schaden, Defekt, schwach

Renault-Ernüchterung nach den Trainings zum Großbritannien GP. Daniel Ricciardo und Nico Hülkenberg weit weg von den Top-10, Defekt und Chassis-Schaden.
von Jonas Fehling

Motorsport-Magazin.com - Für Renault lautet die Mission beim Großbritannien GP 2019 ganz klar Wiedergutmachung. Wiedergutmachung für einen ganz schwachen, nur schwer erklärbaren Auftritt beim vorherigen Formel-1-Rennen in Spielberg. Mit den Rängen sieben und acht für Daniel Ricciardo und Nico Hülkenberg im ersten Training auf dem Silverstone Circuit ließ sich das Vorhaben auch gut an.

Doch der Nachmittag wendete das Blatt gleich wieder zum Unguten. Nur noch P14 und P15, Motorschaden an Ricciardos R.S.19 und deshalb kein Longrun für den Australier, noch dazu ein angeknackstes Chassis. Ricciardo hatte einen Kerb zu hart rangenommen. In der Nacht muss Renault das Chassis nun wechseln. Dabei hat man mit dem Setup eigentlich genug zu tun.

Daniel Ricciardo: Das war RIP für den Motor

Immerhin die Power Unit war lediglich eine Ausführung der ersten Spezifikationen, also ohnehin nur noch für Trainingseinsätze vorgesehen. Doch selbst dafür wird es nun wohl nicht mehr reichen. "Das war RIP für den Motor denke ich. Es war ein gutes, altes Pferd. Es wäre schon gewesen, es noch ein paar Freitage zu haben, aber jetzt muss ich wohl Adios sagen", so Ricciardo.

Formel 1 2019: 5 Brennpunkte vor dem Großbritannien GP: (7:37 Min.)

Gefolgt von einem langen Erinnerungsschwall an diesen Motor. Eine Romantik, die wir an dieser Stelle lieber sparen. Immerhin gibt es bei Renault sehr viel Wichtigeres - die offenbar erneut unzureichende Performance. "Vom Ergebnis her ist es ein bisschen durchwachsen", gesteht Nico Hülkenberg sofort mit Blick auf das Tableau.

Nico Hülkenberg relativiert schwaches Ergebnis

Doch das spreche nicht die ganze Wahrheit. "Das Auto fühlte sich nicht schlecht an", beteuert der Emmericher. "Ich habe am Nachmittag mit den weichen Reifen einfach keinen ganz so guten Run erwischt, von der Ausführung her und es gab auch etwas Verkehr", rechtfertigt Hülkenberg die schwache Position im Klassement. "Die Zeitentableaus sprechen nicht gerade für Optimismus. Aber wir sind ganz sicher besser", meint auch Ricciardo.

"Am Morgen sah es ja ziemlich gut aus", erinnert der Australier. "Und es ist a alles sehr eng während wir noch einiges an Rundenzeit drin haben", versichert Ricciardo. "Ich denke, dass da Zeit auf dem Tisch liegt, die wir ganz schnell bekommen können, was uns dann sofort ins Gebiet um P7 und P8 bringt", meint Ricciardo.

Renault nach Setup-Experimenten zuversichtlich

Stand Jetzt - ohne Verkehr und mit besserer Ausführung - reiche es allerdings nur zu P10. "Aber wir können es über Nacht finden. Wir müssen jetzt schauen, in welche Richtung wir gehen", sagt Ricciardo. Damit zielt der Honeybadger auf Setup-Experimente bei Renault. Hülkenberg und Ricciardo wählten zunächst drastisch andere Ansätze, näherten sich im Verlauf des Tages an. Für Ricciardo bracht das bereits Fortschritte. "Viel will ich gar nicht mehr ändern, aber etwas muss ja ganz offensichtlich sein", sagt er.

Ähnlich geht Hülkenberg an den nun bevorstehenden entscheidenden Teil des Wochenendes heran. "Die Grundlage war heute schon nicht schlecht. Es lief von Runde ein okay, für morgen müssen wir es jetzt optimieren", sagt der Deutsche. "Grund zur Panik gibt es sowieso nicht, das Mittelfeld liegt ja eng beisammen und auf den Longruns habe ich mich auch ganz wohl gefühlt. Da waren war eh schon an McLaren dran."


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