Formel 1

Formel 1 Kanada 2019: Mercedes bringt Motor-Ausbaustufe

Mercedes bringt pünktlich zum Kanada GP einen neuen Motor. Auf der Power-Strecke von Montreal erhofft sich Lewis Hamilton den nächsten Performance-Schub.
von Christian Menath

Lange wurde spekuliert, nun ist es offiziell: Wie Mercedes am Donnerstag in Montreal bestätigte, setzt der Rennstall beim Formel-1-Rennen in Kanada einen neuen Motor ein. Mercedes ist damit der letzte der vier Motorenhersteller, der seinen ersten Motoren-Joker 2019 zieht.

Beim Kanada-Motor handelt es sich nicht nur um ein frisches Aggregat, sondern auch um eine überarbeitete Version, Mercedes spricht von Phase 2. Die Hersteller dürfen inzwischen wieder unbegrenzt Upgrades bringen, das unbeliebte Token-System wurde schon vor einiger Zeit wieder abgeschafft.

Allerdings gehen Updates auch mit neuen Motoren einher. Jedem Fahrer stehen für die gesamte Saison nur drei Antriebseinheiten zur Verfügung. Von MGU-K, Batterie und Steuereinheiten gibt es jeweils nur zwei Exemplare straffrei.

Während Hauptkonkurrent Ferrari das erste Motorenupdate auf den Spanien GP vorgezogen hatte, wartete Mercedes auf den Kanada GP. Der Circuit Gilles Villeneuve in Montreal gilt als klassische Motorenstrecke. Ferrari brachte beim Upgrade lediglich einen neuen Verbrennungsmotor, welche Komponenten Mercedes in Montreal austauscht, ist noch nicht bekannt.

Hamilton: Motor mit vielen kleinen Verbesserungen

WM-Leader Lewis Hamilton freut sich über die Zusatz-PS: "Die Jungs in Brixworth hatten es Anfang des Jahres nicht so einfach, aber wir hatten großartige Zuverlässigkeit beim ersten Motor. Ein frischer Motor ist immer gut, vor allem auf der Power-Strecke hier. Noch dazu ist es Phase 2, wir haben alle neuen Modi. Es ist nicht mehr so wie zu Beginn der Power-Unit-Ära, als man riesige Schritte machte, aber es gibt überall kleine Verbesserungen. Der Motor ist frisch und überarbeitet."

Auch in der vergangenen Saison wollte Mercedes die Ausbaustufe eigentlich in Montreal einsetzen. Allerdings wurde das Update aufgrund von Qualitätsproblemen zunächst zurückgezogen und feierte erst beim nächsten Rennen in Frankreich sein Debüt.


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