Formel 1

Formel 1 Monaco-Qualifying, Leclerc nach Q1-Aus fassungslos

Charles Leclerc startet beim Monaco GP 2019 von Platz 16. Ferrari-Pilot nach Q1-Aus fassungslos und kündigt an: Muss Risiko gehen, Crash möglich.
von Christian Menath

Motorsport-Magazin.com - Was für ein dramatischer Qualifying-Samstag für Charles Leclerc in Monaco: Am Wochenende seines ersten Formel-1-Heimrennens im Ferrari fuhr Leclerc im 3. Freien Training noch Bestzeit, entkam anschließend eine Strafe nur knapp, schied dann im ersten Qualifikationsabschnitt aus und landete nur auf Rang 16.

Beide Ferrari-Piloten hatten im Q1 Probleme und befanden sich nur im Mittelfeld. Während Sebastian Vettel seinen schnellsten Versuch nach einem kleinen Mauerkuss abbrach und deshalb noch auf einem frischen Satz Reifen ein zweites Mal auf die Strecke ging, blieb Leclerc in der Box und wurde bei zunehmend besseren Streckenbedingungen immer weiter nach hinten durchgereicht.

Leclerc kritisiert: Hatten genug Zeit

Schließlich war es Vettel, der den Monegassen auf den unglücklichen 16. Rang schob. Doch warum schickte Ferrari Leclerc nicht mehr raus? Später konnte man eine Wiederholung sehen, wie Leclerc zur FIA-Waage zurückgeschoben werden musste, weil er sie am Boxeneingang verpasst hatte.

Blieb also nach dem ersten Versuch nicht mehr genügend Zeit? "Wir hatten trotzdem genug Zeit. Als ich in der Box stand hätten wir genügend Zeit gehabt, noch einmal rauszugehen. Es war kein Problem", stellte Leclerc selbst klar.

Leclerc kündigt an: Viel Risiko, vielleicht Crash

Der Lokalmatador selbst hegte nach seinem ersten Run noch Zweifel am Weiterkommen. "Ich hatte gefragt, ob sie sicher wären", schilderte er nach dem Qualifying. "Sie sagten: 'Wir denken ja.' Ich fragte, ob sie sicher seien, es gab keine echte Antwort, ich habe keine echte Erklärung."

Leclerc war nach dem frühen Aus sichtlich mitgenommen. "Es ist echt schwierig, ich brauche jetzt eine Erklärung", sagte er. Von Ferrari gab es während des Qualifyings noch keinen Kommentar zur verpatzten Strategie.

Leclerc geht somit - sollte es keine Strafversetzungen mehr geben - von Startplatz 16 aus in das Rennen, das ihm nicht nur am meisten bedeutet, sondern bei dem es auch ein regelrechtes Überholverbot gibt. "Es ist sehr schwierig zu überholen, fast unmöglich. Ich werde viel Risiko eingehen müssen, vielleicht sogar einen Crash zu bauen", kündigte Leclerc an.


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