Formel 1

Formel 1, Giovinazzi geht den Kimi-Way: Anders wäre ein Fehler

Antonio Giovinazzi fährt 2019 an der Seite von Kimi Räikkönen bei Alfa Romeo. Nach seinem ersten Testtag verrät der Rookie, wie sehr er auf den Iceman baut.
von Jonas Fehling

Motorsport-Magazin.com - Der Name Antonio Giovinazzi ist in der Formel 1 längst kein Unbekannter mehr. Schon 2017 bestritt der Italiener als Ersatzmann für den verletzten Pascal Wehrlein zwei Rennen für Sauber. Zuletzt verdingte sich der neue Stammfahrer von Alfa Romeo Racing im Simulator von Ferrari, arbeitete dort Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen zu.

Auf Letzteren trifft Giovianzzi 2019 bei Alfa Romeo nun im teaminternen Duell. Duell? Nicht wirklich. Vielmehr sieht der 25-Jährige in Routinier Räikkönen den idealen Lehrmeister. Schon vor seinem eigenen ersten Testtag bei den Testfahrten in Barcelona am Dienstag blickte der Italiener dem Finnen deshalb ganz genau über die Schulter.

Giovinazzi: Muss Kimi Räikkönen gut zuhören

"Ich habe Kimis Tag gestern an der Strecke und am Funk verflogt. Ich denke, dass wir gut zusammenarbeiten können. Kimi hat natürlich viel, viel mehr Erfahrung als ich. Ich muss ihm einfach gut zuhören und ihm auch mein Feedback geben", so Giovinazzi über die Arbeitsbeziehung zu Räikkönen. "Aber ich denke, dass wir da so ziemlich auf der selben Linie liegen."

Alles andere wäre für Giovinazzi auch nichts als der falsche Ansatz. Heißt: Der Italiener vertraut fast voll und ganz auf die Erfahrungen Räikkönens und dessen Reputation als begnadeter Fahrzeugentwickler - so gut das in der heutigen Zeit eben noch von Relevanz ist. "Es wäre ein Fehler, es anders zu machen als er. Mein Ziel ist, mit ihm zu arbeiten und von ihm zu lernen", sagt Giovinazzi.

Kimi-Way ist auch der beste Giovinazzi-Way

"Es ist besser für das Team und auch für mich wenn ich den Kimi-Way gehe und auch den Kimi-Way fahre. Das macht es für das Team einfacher, um das Auto für Melbourne bereit zu bekommen", ergänzt der Ferrari-Junior. Heißt: Kein 'Weiter so' als Zuarbeiter wie zuletzt in seiner Funktion als Simulatorfahrer, sondern auch ein Selbstzweck, um die eigenen Skills zu schulen.

Formel 1 2019: Impressionen vom 1. Testtag in Barcelona: (8:28 Min.)

Denn genau daran kann Giovinazzi nun endlich wieder in erster Linie feilen. Die Zeiten nur für andere zu testen, sind nun endgültig vorbei. "Ich habe zu lang gewartet, zwei Jahre lang und war heute jetzt sehr happy. Es war wie Weihnachten. Klar ist jetzt anders wenn ich für mich selbst und mein eigenes Auto arbeite. Und genau das versuche ich - dem Team das dazu nötige Feedback geben und mit Kimi arbeiten, um ein gutes Auto zu bekommen", sagt Giovinazzi nach seinem ersten Testtag am Dienstag in Barcelona.

Giovinazzi lobt Alfa Romeo C38

Die Basis jedenfalls stimme ohnehin schon einmal, bestätigt der Italiener Räikkönens Eindruck vom Testauftakt. "Ich hatte dasselbe Gefühl wie er. Es war von der ersten Runde an positiv und es wurden mehr als 100. Ich bin ziemlich happy mit dem Auto, es schaut gut aus", berichtet Giovinazzi.

"Aber in anderen Teams sagen sie vielleicht dasselbe. Es ist also noch zu früh, um irgendetwas zu sagen. Aber es ist ein gutes Auto. So viel steht schon fest. Ich denke, es hat sich gegenüber letztem Jahr verbessert", so Giovinazzi zu Motorsport-Magazin.com. 2018 hatte der Italiener neben dem Ferrari auch den Sauber-Boliden getestet.


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