Formel 1

Guerra gewinnt Race of Champions, Schumi schmeißt Vettel raus

Benito Guerra gewinnt das Race of Champions 2019 in Mexiko. Sebastian Vettel scheidet schon in der Vorrunde aus, Mick Schumacher verliert im Viertelfinale.
von Christian Menath

Motorsport-Magazin.com - Zum ersten Mal überhaupt muss Sebastian Vettel ohne Titel vom Race of Champions abreisen. Benito Guerra krönte sich am Sonntag in Mexiko zum Champion of Champions 2019, während Vettel schon in der Vorrunde ausschied. Besser machte es Mick Schumacher, der seinen Teamkollegen vom Samstag im direkten Duell besiegte.

Im Finale traf der mexikanische Rallye-Fahrer auf Loic Duval. Der DTM-Pilot hätte sich mit einem Sieg in die lange Siegerliste französischer Rennfahrer eintragen können. Didier Auriol, Francois Delecour, Sébastien Loeb, Sébastien Ogier und Romain Grosjean konnten die Veranstaltung für Frankreich gewinnen. Stattdessen holte Guerra den ersten Sieg für Mexiko.

Schumacher schmeißt Vettel in Gruppenphase raus

Während sich Mick Schumacher noch für den Einzel-Wettbewerb qualifizieren musste, das aber ohne Probleme schaffte, war Sebastian Vettel bereits gesetzt. Die Auslosung sorgte dafür, dass Schumacher und Vettel schon in der Gruppenphase aufeinandertrafen, beide mussten in Gruppe C ran.

Zunächst musste Vettel aber gegen den späteren Sieger Guerra antreten. Der Mexikaner entschied das Duell für sich, Vettel startete mit einer Niederlage in die Gruppenphase. Nach einem Sieg im zweiten Rennen gegen Daniel Suarez kämpfte Vettel im letzten Rennen der Gruppenphase gegen Mick Schumacher ums Weiterkommen. Schumacher, der gemeinsam mit Vettel am Vortag noch Platz zwei im Nations Cup geholt hatte, entschied das Duell für sich und schmiss Vettel raus.

Schumacher in Gruppenphase ungeschlagen

Schumacher hingegen gab sich in der Gruppenphase keine Blöße und siegte sogar gegen den späteren Champion Guerra. "Sebastian hat mir sehr gute Tipps gegeben", erklärte Schumacher seine starken Auftritte. "Er hat mir gesagt: Fahre smooth. Es hängt davon ab, wie du dich von Auto zu Auto umstellst, sie sind alle so unterschiedlich."

Doch im Viertelfinale war dann auch für Mick Schumacher Schluss. Der Formel-3-Champion traf auf Lokalmatador Esteban Gutierrez. Der ehemalige Formel-1-Pilot und heutige Mercedes-Simulatorfahrer entschied das Duell für sich und zog ins Halbfinale ein.

Vettel holt Trostpreis

Für Sebastian Vettel endete mit dem Race of Champions 2019 eine sensationelle Serie: Jedes Mal, wenn der Deutsche antrat, durfte er auch einen Siegerpokal mit nach Hause nehmen. Von 2007 bis 2012 holte er gemeinsam mit Michael Schumacher sechsmal den Sieg im Nations Cup. Als ihm der Sieg im Nations Cup 2015 mit Nico Hülkenberg verwehrt blieb, holte er den Titel im Einzelwettbewerb. 2017 holte er nach Pascal Wehrleins Verletzung den Titel im Nations Cup sogar im Alleingang.

Doch das will Vettel nicht auf sich sitzen lassen. Seine Teilnahme im nächsten Jahr hat der Ferrari-Pilot schon zumindest angedeutet: "Solange wir Fahrer es hier genießen, kommen wir zurück. Und sie kümmern sich sehr gut um uns."

"Am Ende kann nur einer gewinnen, alle anderen sind deshalb etwas enttäuscht, so läuft das Spiel hier", sagte Vettel über sein frühes Aus im Einzelwettbewerb. "Das Event macht Spaß, ich wäre gerne weitergekommen, aber manchmal ist es so."

Immerhin durfte sich Vettel noch über einen kleinen Trostpreis freuen: Obwohl er erst einen Tag später als alle anderen Piloten anreiste und zu trainieren begann, setzte er die Bestzeit in der sogenannten Skill-Challenge und durfte dafür einen Siegerpokal entgegennehmen.

Wo und wann das Race of Champions das nächste Mal stattfindet, steht derzeit noch nicht fest.


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