Formel 1

Formel-1-Zeugnis: Kevin Magnussens Saison-Fazit 2018

Kevin Magnussen fühlte sich 2018 bei Haas in der Komfortzone, lieferte insbesondere zu Beginn der Saison ab. Aber: Dann stark nachgelassen, oft Ärger.
von Jonas Fehling

Motorsport-Magazin.com - Die Formel-1-Saison 2018 ist Geschichte. Es war ein Jahr voller Highlights, spannender Kämpfe und prickelnder Teamduelle. Zum Jahresabschluss nimmt Motorsport-Magazin.com alle Fahrer der abgelaufenen Saison unter die Lupe. Jeden Tag arbeiten wir uns in unserem Adventskalender in der WM-Tabelle einen Platz vor. Heute in der Zeugniskonferenz: Kevin Magnussen.

Steckbrief Kevin Magnussen

Karriere 2018
GP-Starts 81 21
Siege 0 0
Bestes Rennergebnis 2 5
Podien 1 0
Ø Rennplatzierung 12,3 10,63
Ausfälle 13 2
Schnellste Runden 1 1
Poles 0 0
Bestes Quali-Ergebnis 4 5
Ø Position im Qualifying 12,7 10,52
Punkte 137 56

Die Qualifying-Performance 2018: Kevin Magnussen fuhr im Zeittraining auf einem Niveau mit seinem Teamkollegen. Im Durchschnitt aller Segmente war der Däne sogar 0,188 Sekunden schneller, verlor das teaminterne Duell dennoch knapp mit 10:11 und erzielte eine marginal schlechtere durchschnittliche Startposition. Ins Q3 schaffte es Magnussen (10x) allerdings deutlich seltener als Grosjean (16!). Das verschaffte ihm im Rennen allerdings oft sogar einen Vorteil, so durfte er seinen Start-Reifen frei wählen.

Die Renn-Performance 2018: In den Rennen sah die Formel 1 2018 den bis dato besten Kevin Magnussen überhaupt. Der Däne fuhr auf einem relativ konstant hohen Niveau - im letzten Saisondrittel zeigte die Formkurve allerdings klar nach unten. Schon in der Startrunde machte Magnussen aber meist den besseren Job bei Haas. Während er im Schnitt 0,4 Positionen gewann, verlor Grosjean fast 0,5.

Seine durchschnittliches Endresultat bei Erreichen des Ziels ist zwar kaum merklich besser als das seines Teamkollegen, allerdings schied Magnussen auch beileibe nicht so oft selbstverschuldet aus. Die logische Folge: Mit 7:8 unterlag der Däne zwar im Duell wenn beide ins Ziel kamen, doch sammelte er unter dem Strich mit 56 deutlich mehr WM-Punkte als Grosjean (19).

Das sagt Kevin Magnussen: "Ich bin sehr happy mit der Saison. Man vergisst schnell, wie jung dieses Team noch ist. Das ist erst unser drittes Jahr. Wir haben uns das Ziel gesetzt, einen Schritt nach vorne zu gehen. Das wäre der siebte Platz in der WM gewesen. Aber wir wurden locker Fünfter. Wir waren das ganze Jahr stark, haben es permanent und bis zum Ende mit Kalibern wie Renault und Force India aufgenommen. Damit bin ich sehr zufrieden. Das Jahr hat die Erwartungen übertroffen."

Fazit: Rein aus Performance-Sicht betrachtet war die Saison 2018 ganz klar das Jahr des Kevin Magnussen. Darüber sollte auch ein schwaches Ende und der oft bleibende letzte Eindruck nicht hinwegtäuschen. Doch sportlich war die Saison nicht unbedingt von hohem Wert – zumindest versteht man sportlich auch als sportlich fair. Einmal mehr ließ K-Mag auf der Strecke zu sehr den Bad Boy heraushängen, lieferte mindestens grenzwertige Manöver. Dafür gibt’s einen Tadel ins Klassenbuch.

Platzierung im Motorsport-Magazin.com-Fahrerranking

MSM-Redaktion: 10

User: 10

Gesamt: 10


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