Formel 1

Formel 1 USA 1. Training: Mercedes dominiert, Ferrari hinter RB

Mercedes dominiert im Regen-Training in Austin. Lewis Hamilton deklassiert die Konkurrenz, Ferrari noch deutlich hinter Red Bull.
von Christian Menath

Motorsport-Magazin.com - Lewis Hamilton scheint auf dem Weg zu seiner fünften Formel-1-Weltmeisterschaft unaufhaltsam. Der Brite holte sich im verregneten 1. Freien Training zum USA GP 2018 in Austin mit 1:47,502 Minuten die deutliche Bestzeit. Teamkollege Valtteri Bottas reihte sich auf Rang zwei ein, Sebastian Vettel im Ferrari abgeschlagen.

Während zu Beginn der Session noch Regenreifen angesagt waren, konnten nach rund 20 Minuten Intermediates aufgezogen werden. In Anbetracht der Umstände wurde sogar erstaunlich viel gefahren. Lewis Hamilton benötigte für seine Bestzeit allerdings insgesamt nur sechs Umläufe, ehe er sich schon vorzeitig in die Team-Hospitality zurückzog.

Das Ergebnis: Mit 1,3 Sekunden Rückstand landete Bottas auf Rang zwei. Fast Zeitgleich reihte sich Max Verstappen im Red Bull auf P3 ein. Teamkollege Daniel Ricciardo konnte nicht ganz mithalten, hatte als Vierter bereits 1,8 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit.

Sebastian Vettel landete fast zwei Sekunden hinter Hamilton auf Rang fünf, Kimi Räikkönen war eine weitere halbe Sekunde langsamer und wurde Sechster. Best of the Rest wurde Carlos Sainz im Renault. Romain Grosjean, Charles Leclerc und Marcus Ericsson komplettierten die Top-10.

Die Zwischenfälle: Fast zeitgleich bewegten sich die zukünftigen Ferrari-Teamkollegen Sebastian Vettel und Charles Leclerc abseits der Strecke. Während der aktuelle Ferrari-Pilot nur den Bremspunkt in Kurve eins etwas verpasste, drehte sich der Sauber-Pilot am Ende der S-Kurven.

Eigentlich kein Problem, doch bei seinem U-Turn zurück auf die Strecke fuhr Leclerc durchs Kiesbett und wirbelte dabei jede Menge Dreck auf das Asphaltband. Genügend Dreck, um die Session zu unterbrechen. Die Amerikaner fuhren zur Säuberung schwere Geschütze auf, brauchten aber trotz Jet-Dryer und Co. zehn Minuten, um die Strecke zu säubern.

Die Technik: Keine idealen Bedingungen, um neue Teile zu testen. Trotzdem gab es bei den Titelkandidaten Neuerungen zu sehen. Mercedes fuhr erstmals mit Leitblechen im McLaren-Style auf dem Halo, Ferrari probierte den neuen Unterboden aus. Räikkönen bekam die neuen Teile, Vettel fuhr noch den alten Boden.

Neue Teile und damit schlechte Nachrichten gab es auch von Honda. Pierre Gasly fährt in Austin mit komplett neuer Antriebseinheit. Der Toro-Rosso-Pilot muss deshalb vom letzten Platz aus ins Rennen gehen, sein Motorenkontingent ist längst aufgebraucht.

Die Freitagsfahrer: Eigentlich sollten drei Freitagsfahrer an der Session teilnehmen. Force India entschied sich allerdings in letzter Sekunde um und ließ Esteban Ocon das 1. Training doch fahren. Nicolas Latifi kam deshalb nicht zum geplanten Einsatz. Lando Norris durfte hingegen im McLaren von Stoffel Vandoorne Platz nehmen, Sean Gelael im Toro Rosso von Brendon Hartley. Norris wurde Zwölfter, Gelael abgeschlagen Letzter.

Das Wetter: Kalt und nass. Nachdem es am frühen Morgen in Austin noch stark geregnet hatte, nieselte es während des Trainings nur noch. Mit 16 Grad war es allerdings nach wie vor nicht besonders warm, auf dem nassen Asphalt wurden nur zwei Grad mehr gemessen. Die Bedingungen sollen bis zum 2. Freien Training konstant bleiben. Am Samstag soll es ebenfalls nass werden, für das Rennen sind trockene Bedingungen vorhergesagt.


Weitere Inhalte:
Wir suchen Mitarbeiter