Formel 1

Lob für Mick Schumacher: Viele Parallelen zu Vater Michael

Die Größen des Motorsports sprechen dem neuen Formel-3-Europameister Mick Schumacher ihr Lob aus. Vergleiche mit Papa Michael, Formel-1-Zukunft in Aussicht.
von Robert Seiwert

Motorsport-Magazin.com - Die Welt blickt auf Mick Schumacher, den frisch gebackenen Formel-3-Europameister. Die Leistung des 19-Jährigen mit dem großen Namen nötigt nicht nur den Fans, sondern auch den Machern in der Welt des Motorsports größten Respekt ab. Nach Micks vorzeitigem Titelgewinn am Samstagnachmittag auf dem Hockenheimring meldeten sich zahlreiche Verantwortliche zu Wort sprachen lobende Worte aus.

Etwa DTM-Chef Gerhard Berger, der Mick Schumachers Karriere seit langer Zeit verfolgt und ihm dieses Jahr am Nürburgring eine PR-Fahrt in einem DTM-Rennwagen ermöglichte. Dabei erwähnte Berger auch Schumachers Vater Michael und wünschte sich eine Rückkehr des Formel-1-Rekordweltmeisters.

"Ich freue mich natürlich für Mick", sagte Berger. "Er hat sich durchgesetzt und heute aus eigener Kraft mit dem Podiumsplatz den Titel frühzeitig unter Dach und Fach gebracht. Ich freue mich aber auch sehr für Michael Schumacher und wünsche mir, dass er irgendwann wieder bei uns sein wird, um mit uns allen gemeinsam die weitere Karriere von Mick zu verfolgen."

Mick Schumacher: Gang, Haltung und Unterarme wie Michael

Berger zog Parallelen zwischen Mick und seinem Vater, der 1990 die Deutsche Formel 3 ebenfalls in seiner zweiten Saison gewann. Berger: "Mick sieht nicht nur aus wie sein Vater, hat nicht nur die gleiche Haltung und denselben Gang - er hat sogar die Unterarme seines Vaters, wie mir gestern aufgefallen ist. Entscheidend ist aber: Er hat insbesondere in den letzten Wochen bewiesen, dass er die Rennfahrer-Gene von Michael hat. Wenn er diese Leistung weiterhin abliefern kann, dann wird ihn sein Weg in die Formel 1 führen."

Von der Formel 3 in die Formel 2?

Viele Experten sind sicher, dass Schumacher der Sprung in die Königsklasse gelingen kann. Offen ist nur der Zeitpunkt. Nach Informationen von Motorsport-Magazin.com soll Schumacher 2019 zunächst in die Formel-2-Serie im Rahmenprogramm der Formel 1 aufsteigen und dort für sein vertrautes Team Prema antreten.

Seit einiger Zeit haben die großen Hersteller den Namen Mick Schumacher auf dem Zettel. Mercedes oder Ferrari - mit beiden Herstellern wurde das deutsche Nachwuchstalent bereits in Verbindung gebracht. So freute sich auch Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff über Schumachers Erfolg, nachdem dieser mit acht Siegen aus den letzten 14 Rennen den Weg zum Titelgewinn geebnet hatte.

Wolff, der Schumachers Rennen vor Ort in Hockenheim verfolgte: "Herzlichen Glückwunsch an Mick zum Titelgewinn in der FIA Formel-3-Europameisterschaft! Der Junge stand von Beginn an im Fokus und hatte einen riesen Druck", sagte Mercedes-Benz Motorsportchef Toto Wolff. "Damit klar zu kommen ist alles andere als leicht. Vor allem, wenn die Saison dann nicht perfekt startet, wie es bei ihm der Fall war. Seine Leistung in der zweiten Saisonhälfte war daher absolut beeindruckend. Er hat gezeigt, was in ihm steckt und dass er ein Großer in unserem Sport werden kann."

Haug: Großes Potenzial für eine erfolgreiche Zukunft

Das Potenzial für die ganz großen Aufgaben hat auch Norbert Haug in Schumacher erkannt. Der frühere Mercedes-Motorsportchef, der einst Michael Schumacher zurück in die Formel 1 zu den Mercedes-Silberpfeilen holte, sagte zu Motorsport-Magazin.com: "Sensationell! Großartige Leistung, dazu kann man ihn nur beglückwünschen. Mick Schumacher hat gezeigt, welches große Potenzial er für eine erfolgreiche Zukunft hat."

Einer, der Schumachers Leistungen in der Formel-3-Europameisterschaft ganz nah begleitete, ist Walter Mertes, Geschäftsführer Formel 3 Vermarktungs GmbH. Ihn beeindruckte vor allem eine ganz bestimmte Performance des jungen Fahrers, wie Mertes zu Motorsport-Magazin.com sagte: "Bei den Regenrennen in Misano und auf dem Red Bull Ring hat er mich komplett überzeugt. Der kann's! Dort ist er mit hohem Risiko gefahren. Und wenn ein Junge unter solchen Bedingungen so fährt, dann muss er gut sein. Dabei hatte er unheimlich viel Druck, es ist auch eine Kopfsache."


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