Formel 1

Formel 1 Japan: Kimi Räikkönen rettet nach Ferrari-Patzer P4

Kimi Räikkönen fährt im Qualifying in Suzuka auf Platz vier. Nach einem Taktik-Fehler von Ferrari bringt er immerhin eine Runde hin - zumindest halbwegs.
von Jonas Fehling

Motorsport-Magazin.com - Kimi Räikkönen startet den Japan GP der Formel 1 2018 von Platz vier in der Startaufstellung. Damit ist der Finne am Sonntag der weiter vorne platzierte Ferrari in Suzuka. Teamkollege Sebastian Vettel schaffte es im Qualifying in Suzuka nicht über Platz neun hinaus, gewinnt im Grid durch eine Strafe gegen Esteban Ocon immerhin noch eine Position.

Der entscheidende Unterschied zwischen Räikkönen und Vettel: Beide waren zwar gleichermaßen Opfer einer falschen Ferrari-Strategie im Q3. Die Scuderia hatte ihre Fahrer - anders als die Konkurrenz - auf Intermediates auf die Strecke geschickt, obwohl die Bedingungen noch trocken genug für Slicks waren.

Kimi Räikkönen: Ferraris Strategie im Q1 war falsch

"Als wir dann draußen waren, war es sehr klar. Ich denke, dass jeder davon ausging, dass es bald sehr viel stärker anfangen würde zu regnen. Aber wir waren da ein paar Minuten zu früh dran", hadert Räikkönen mit der Entscheidung. "Und die war sehr falsch", so der Finne.

Doch als dann endlich auf Trockenreifen zurückgewechselt war, tröpfelte es plötzlich tatsächlich stärker. Während Vettel bei den schwierigen Bedingungen seine Runde komplett wegwarf, gelang Räikkönen zumindest kein "völliges Desaster" wie er es selbst formuliert. "Weil ich immerhin eine Runde geschafft habe, die ganz okay war", so Räikkönen. Das reichte allerdings auch nicht, um den eigentlich unterlegenen Red Bull von Max Verstappen zu schlagen.

Räikkönen: Habe immerhin geschafft, Runde fertig zu fahren

"Ich habe es immerhin geschafft, die Runde fertig zu fahren. Der dritte Platz wäre natürlich drin gewesen, aber dann wurde es nur noch nasse und ich habe keine Runde mehr bekommen", schildert Räikkönen. Doch hätte er es vielleicht sogar mit seiner schnellsten Runde schaffen können? Immerhin bezeichnete Räikkönen diese nur als ganz okay.

Gut möglich. "Ich habe einen Kerb berührt. Ich wusste, dass die ziemlich nass waren, weil ich sie schon mit den Intermediates berührt hatte und sich dabei viel Spray entwickelte", berichtet der Ferrari-Pilot. "Aber so bin ich dann etwas weggerutscht und habe eine Kurve nicht ganz getroffen", gesteht Räikkönen. Nach fast fünf Zehnteln, die unter dem Strich fehlten, sah der Rutscher jedoch nicht aus.


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