Formel 1

Formel 1, Renault bringt neuen Unterboden nach Russland

Renault hat im Kampf um Platz vier in der Konstrukteursweltmeisterschaft 2018 noch Kohlen im Feuer. In Russland debütiert ein neuer Unterboden.
von Christian Menath

Nachdem Renault zuletzt im eng umkämpften Mittelfeld der Formel 1 zurückfiel, schafften die Franzosen in Singapur den Anschluss ans vordere Mittelfeld wieder. Auf der einen Seite kam ihnen die Streckencharakteristik entgegen, auf der anderen Seite schienen die neuen Teile zu funktionieren.

In Spa und Monza litt Renault aufgrund der Streckencharakteristik, fiel deshalb etwas zurück. Dazu torpedierten Motorstrafen und der Unfall von Nico Hülkenberg beim Belgien GP die Ambitionen der Franzosen.

In Singapur passte der Bolide wieder deutlich besser zur Strecke, Hülkenberg fuhr sein erstes Rennen nach der Sommerpause ohne Grid-Strafe und zudem funktionierte das Upgrade. Dort kamen am Freitag neue Bardgeboards und Seitenkästen nur beim Deutschen zum Einsatz, über Nacht wurde noch ein neues Paar für Carlos Sainz eingeflogen.

In Russland steht nun das nächste Upgrade an: Das Team will eine überarbeitete Version des Unterbodens testen. Es handelt sich dabei um eine Evolution des Unterbodens, der in Spa seine Premiere feierte.

Bei der Evaluation muss sich das Team zunächst einmal auf Nico Hülkenberg verlassen. Im 1. Freien Training muss Teamkollege Carlos Sainz sein Cockpit für Lokalmatador Artem Markelov räumen. Der Russe ist 2018 Renault-Testfahrer, fuhr beim Ungarn-Test bislang aber seine einzige Testsession in einem aktuellen Auto.

Obwohl die Ressourcen immer weiter Richtung 2019 verschoben werden - eine Regeländerung steht bevor -, bringen die Teams selbst im Mittelfeld noch neue Teile an die Autos. Speziell der Kampf um Platz vier zwischen Renault und Haas ist eng.

Renault kämpft gegen Haas und Force India

Als Haas in Monza an Renault vorbeizog, legten die Franzosen Protest gegen den Haas-Unterboden ein. Die Stewards disqualifizierten Romain Grosjean, Haas legte allerdings Berufung ein. Ob die Disqualifikation bestehen bleibt, wird Anfang November im Berufungsverfahren entschieden.

Obwohl Force India vor dem Belgien GP alle Konstrukteurspunkte aberkannt wurden, kämpft das Team noch immer mit um Rang vier. Der Rennstall zündete in Singapur das letzte große Upgrade der Saison, das auf Anhieb gute Ergebnisse lieferte. Allerdings crashten die beiden Teamkollegen in Runde eins, Esteban Ocon schied aus, Sergio Perez fiel im weiteren Rennverlauf nach mehreren Fehlern aus den Punkten.


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