Formel 1

Strecke getrocknet: Sondererlaubnis für Red Bull und Verstappen

Red Bull trocknete vor dem Singapur GP die Formel-1-Strecke vor Verstappen. Das ist eigentlich verboten - die FIA erteilte aber eine Ausnahmegenehmigung.
von Christian Menath

Die Formel 1 schreib auch abseits des Renngeschehens immer wieder kuriose Geschichten. So auch beim Singapur GP 2018. Unmittelbar vor dem Start zum 15. Rennen der Formel-1-Saison gingen Red-Bull-Mechaniker mit Gebläsen vor dem Auto von Max Verstappen her.

Normalerweise werden die Gebläse dazu benutzt, den Kühlern der stehenden Fahrzeug Frischluft zuzuführen, in diesem Fall aber richteten die Mechaniker ihre Gebläse auf den Asphalt, konkret auf das Asphaltband direkt vor Max Verstappens zweiter Startposition.

Das ist eigentlich verboten, denn die Teams dürfen die Strecke nicht besonders präparieren. In Malaysia beschwerte sich im vergangenen Jahr Force India, weil zahlreiche Teams nach Regenfällen ihre Startpositionen trockneten. Seither achtet die FIA genauer darauf, ob jemand versucht, sich hier einen Vorteil zu erschleichen.

Die FIA beobachtete die Vorgänge in der Startaufstellung - Foto: Motorsport-Magazin.com

Doch in Singapur wollte sich Red Bull keinen Vorteil erschleichen, sondern einen Nachteil ausmerzen. Tatsächlich gab die FIA dem Rennstall sogar die Erlaubnis, den Asphalt vor Verstappen zu trocknen.

Der Grund dafür ist so kurios wie die Sache selbst: Bei den hohen Temperaturen lief die Klimaanlage des Safety Cars auf hoher Stufe. Dabei bildet sich - wie bei jedem Auto - Kondenswasser. Jeder Autobesitzer hat wohl bei heißen Temperaturen schon einmal eine Wasserlake unter seinem Fahrzeug beobachtet. Genauso erging es auch Bernd Mayländer in Singapur.

Weil die Strecke abschüssig gebaut ist, um stehendes Wasser zu verhindern, lief das Wasser unter dem Safety Car auch ab - nur eben genau vor das Fahrzeug von Max Verstappen. Nachdem die Mechaniker mit Gebläsen angerückt waren, war zumindest optisch kein Nachteil mehr am Asphalt zu erkennen.


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