Formel 1

Formel-1-Reifen Singapur: Ferrari viel aggressiver als Mercedes

Pirelli veröffentlicht die Reifenwahl der Formel-1-Teams für den Singapur GP 2018. Ferrari beim Nachtrennen gegenüber Mercedes noch aggressiver als üblich.
von Jonas Fehling

Motorsport-Magazin.com - Mit dem Singapur GP startet die Formel 1 ihre Übersee-Tournee 2018. Für das Nachtrennen auf dem winkligen Marina Bay Street Circuit sorgt Pirelli in Sachen Reifennominierung für eine Premiere: Erstmals ist es der Supersoft, der im Zuge der 2018 neuen Regelmöglichkeit, Mischungen zu überspringen, ausgelassen wird.

Zudem macht Pirelli erst zum vierten Mal überhaupt von der neuen Regel Gebrauch. Damit kommen auf dem Straßenkurs die beiden weichsten Mischungen überhaupt, also Hypersoft und Ultrasoft, sowie der Soft-Pneu zum Einsatz. Doch das ist nicht genug: Die jetzt von dem Reifenlieferanten der Formel 1 veröffentlichte Reifenwahl der Teams liefert ebenfalls Neuerungen.

Ferrari gegenüber Mercedes aggressiver denn je

Nein, Mercedes ist nicht plötzlich abgerückt von seinem so gut wie immer konservativeren Ansatz gegenüber der Konkurrenz von Ferrari – und in Singapur auch Red Bull Racing. Ganz im Gegenteil: Ferrari hat gegenüber den Silberpfeilen noch aggressiver gewählt als ohnehin schon üblich. Stolze drei Satz des Hypersofts mehr erhalten sowohl Sebastian Vettel als auch Kimi Räikkönen (beide 9).

Je drei Ausführungen der Ultrasoft-Mischung kommen dazu, sodass den Ferrari-Fahrern jeweils nur ein Satz des Soft bleibt. Lewis Hamilton dagegen haben von beiden härtesten Mischungen mehr, nämlich je drei Softs und je vier Ultrasofts. Dafür gibt es eben nur noch sechsmal den Hyperkleber.

Mercedes konservativer als alle anderen Formel-1-Teams

Red Bull bewegt sich dazwischen. Daniel Ricciardo und Max Verstappen haben sieben Hyper-, drei Ultra- und drei Soft-Reifen im Frachtgepäck für die Stadt des Löwen.

Damit ist Ferrari mit Blick auf das gesamte Feld ebenfalls das aggressivste Team. Einzig bei Kunde Haas hat Kevin Magnussen noch genauso gewählt, Romain Grosjean ist durch eine gesplittete Strategie beim US-Team leicht konservativer. Force India wählte zwar ebenfalls neunmal Hypersoft für beide Fahrer, allerdings einmal mehr Soft als Ferrari.

Mercedes unterdessen ist das genaue Gegenteil: Niemand ist konservativer als die Siberpfeile. Nur sechs hyperweiche Reifen hat sonst niemand gewählt. Neben Red Bull liegt mit Williams sogar nur ein weiteres Team bei nur sieben Mal Hypersoft.


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