Formel 1

Formel 1, Reifenwahl Hockenheim: Ferrari & Mercedes vorsichtig

Der Deutschland GP 2018 nähert sich mit großen Schritten. Die F1-Teams wählen für das Rennen in Hockenheim konservative Reifen, vor allem Ferrari, Mercedes.
von Jonas Fehling

Motorsport-Magazin.com - Die Formel 1 ist so gut wie zurück in Deutschland. Nach dem Triple-Header steht für Sebastian Vettel & Co. ein kurzes Wochenende des Durchatmens an, dann geht es erst auf dem Hockenheimring, dann gleich eine Woche später schon wieder in Ungarn auf dem Hungaroring, rund. Für die Rückkehr der F1 beim Deutschland GP nach einem Jahr Pause hat Pirelli nun die Reifenwahl von Ferrari, Mercedes, Red Bull und Konsorten veröffentlicht.

Wichtig dabei zunächst: Zum ersten Mal nach dem dritten Saisonrennen in China überspringt der Reifenhersteller der Formel 1 in Hockenheim wieder eine Mischung im Sortiment. Diese Möglichkeit ist 2018 neu im Reglement, kam bislang aber eben nicht gerade oft zum Einsatz. Doch jetzt gleich zwei Mal: Nicht nur in Deutschland, auch in Ungarn gibt es Medium, Soft und Ultrasoft. Wie in Shanghai lässt Pirelli also den Supersoft aus. Der war beim letzten Besuch in Hockenheim übrigens noch zum Einsatz gekommen.

Reifen: Renault bei Hülkenberg-Heimrennen aggressiv

Etwas mehr Experimentiermöglichkeiten also für die Rennställe. Doch beantworten die Teams den weggelassenen Supersoft mit einer meist konservativen Wahl. Das liegt offen weniger an mangelnder Erfahrung durch das Jahr Pause, sondern mehr an der ausgelassenen Mischung. Voll auf den Ultrasoft vertrauen will in Hockenheim so gut wie niemand. Allenfalls Renault. Nico Hülkenberg erhält bei seinem Heimrennen wie auch Teamkollege Sainz zehn Satz Ultrasoft. Das ist die absolute Ausnahme im ganzen Feld.

Vor allem an der Spitze fällt Zurückhaltung auf: Ferrari und Mercedes optieren für gerade einmal sieben Satz des weichsten Klebers auf dem Hockenheimring. Bei Soft und Medium bekommt bei beiden Teams je ein Fahrer fünf Mal Soft und ein Mal Medium, der andere vier Mal Soft und zwei Mal Medium. Zumindest etwas aggressiver ist Red Bull, die als einziges aller Teams innerhalb der Ultrasoft-Wahl splitten. So bekommt Max Verstappen den exakt gleichen Fundus wie etwa Sebastian Vettel und Lewis Hamilton, Daniel Ricciardo dagegen erhält acht Mal ultraweiche Reifen.

Nur Haas so vorsichtig wie Ferrari und Mercedes

Ähnlich vorsichtig wie die Top-Teams wählt ansonsten nur noch Haas. Der Rest des Feldes hat achtfach Ultrasoft im Gepäck, abgesehen eben von Renault (10) und auch noch Williams mit neun Satz der violetten Reifen.

Formel 1 2018: Hülkenberg und Vettel heiß auf Deutschland GP: (2:56 Min.)


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