Formel 1

F1: Hamilton auch im 2. Training vorne, Vettel findet Anschluss

Mercedes bleibt am Freitag in Spielberg ungeschlagen. Sebastian Vettel kam Hamilton und Bottas als Dritter am nächsten. Ultrasoft bereitet Teams Probleme.
von Florian Becker

Motorsport-Magazin.com - Mercedes-Pilot Lewis Hamilton hat auch im 2. Freien Training für den Großen Preis von Österreich 2018 die Bestzeit markiert. Hinter dem Briten sorgte Valtteri Bottas wie schon in der ersten Session am Freitag für eine silberne Doppelspitze. Dahinter landete Sebastian Vettel im Ferrari, gefolgt von den beiden Red Bull und Teamkollege Kimi Räikkönen. Probleme bereitete den Teams statt dem drohenden Regen der Ultrasoft-Reifen von Pirelli.

Die Platzierungen: Hamiltons schnellste Runde von 1:04.579 Minuten war drei Zehntel schneller als seine Bestmarke aus dem 1. Freien Training. Anders als am Vormittag war der WM-Leader dabei allerdings auf Pirellis Soft-Reifen und damit auf der härtesten Mischung unterwegs. Im ersten Training fuhr er seine Runde auf Ultrasoft. Die weichste in Spielberg verfügbare Reifenmischung ließ am Nachmittag wider Erwarten keine Zeitenjagd zu.

Lediglich Bottas fuhr seine schnellste Runde auf Ultrasoft, landete damit allerdings noch über anderthalb Zehntel hinter Hamilton. Vettel und Hamilton zeigten auf der Mischung zwar absolute Sektorbestzeiten, brachten jedoch keine Rundenzeit zusammen. Vettel landete dadurch mit seiner auf Soft gefahrenen Bestzeit etwas weniger als zweieinhalb Zehntel hinter Hamilton auf Platz drei.

Hinter dem Ferrari folgten die beiden Red Bull von Daniel Ricciardo und Max Verstappen. Während der Australier auf dem Supersoft-Reifen viereinhalb Zehntel auf die Bestzeit verlor, büßte sein Teamkollege auf Soft noch eine Zehntel mehr ein. Kimi Räikkönen markierte als Sechster das Schlusslicht der Top-Teams. Auch er fuhr seine persönlich schnellste Runde auf Supersoft.

Best of the Rest hinter den großen Drei war wieder einmal Haas. Romain Grosjean landete mit achteinhalb Zehnteln Rückstand auf Hamilton auf Platz sieben, Teamkollege Kevin Magnussen blieb ebenfalls unter einer Sekunde am Silberpfeil-Piloten dran. Die Top-10 komplettierten Pierre Gasly im Toro Rosso und Stoffel Vandoorne im McLaren. Überraschend am Ende des Feldes landete Fernando Alonso als 19. Der Spanier ließ nach einer problematischen Session lediglich Lance Stroll hinter sich.

Die Zwischenfälle: Das zweite Training auf dem Red Bull Ring war von einigen kleinen Ausrutschern geprägt. Vor allem die nach offizieller Zählung vierte Kurve sorgte für viele Ausritte. Zunächst war Sauber-Pilot Marcus Ericsson im Aus zu sehen, der Schwede fand jedoch über die Bergungsstraße den Weg zurück auf die Strecke.

Nach 20 Minuten rodelte auch Carlos Sainz an derselben Stelle neben die Strecke. Auch für den Renault-Pilot blieb der Schnitzer ohne Konsequenzen. Magnussen war ebenfalls in Turn 4 kurz im Kiesbett. Brenzlig wurde es erst später an einer ganz anderen Stelle der Strecke. Nach rund einer Stunde kollabierte am Toro Rosso von Gasly die linke Vorderradaufhängung.

Toro-Rosso-Pilot Gasly sorgt für rote Flagge

Der Franzose hatte zwischen den Kurven neun und zehn die Kerbs am Ausgang zu hart überfahren, woraufhin das Material nachgab. Gasly kam im Kiesbett zum Stehen und konnte einen Einschlag vermeiden. Die Session wurde für die Bergung des Autos kurzzeitig unterbrochen.

Im selben Moment als Gasly der Aufhängungsschaden ereilte, kam es außerdem um ein Haar zur Kollision zwischen den beiden Force India. Esteban Ocon war in den letzten beiden Kurven in langsamer Fahrt unterwegs, als hinter ihm Sergio Perez bereits Schwung für eine schnelle Runde holte. Der Mexikaner musste in die Auslaufzone ausweichen um eine Kollision zu vermeiden.

Etwa 20 Minuten vor Schluss beschädigte Alonso beim zu harten Überfahren der Kerbs zwischen den Kurven sechs und sieben seinen Frontflügel. In den Schlussminuten gab es bei Haas noch einen Unsafe Release, als das Team Magnussen mit einem nicht korrekt montierten rechten Vorderrad losschickte. Das Team bemerkte den Fehler jedoch rechtzeitig und konnte den Dänen rechtzeitig informieren, bevor dieser zurück auf die Strecke fuhr.

Das Wetter: Mit 20 Grad Celsius Außen- und 25 Grad Streckentemperatur fanden die Teams für das zweite Training nahezu optimale Bedingungen vor. Zwar hingen dunkle Wolken über der Steiermark, doch der mit einer Wahrscheinlichkeit von bis zu 60 Prozent vorhergesagte Regen blieb die gesamte Session über aus. Somit herrschte von Anfang bis Ende reger Fahrbetrieb.


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