Exklusiv
Formel 1

Marko bestätigt: Hartley war kurz vor Rauswurf bei Toro Rosso

Brendon Hartley überzeugt in der Formel-1-Saison noch nicht besonders. Beinahe hätte ihn Toro Rosso schon auf die Straße gesetzt.
von Christian Menath

Motorsport-Magazin.com - Toro Rosso gehört mit Honda eher zu den positiven Überraschungen in der Formel-1-Saison 2018. Während McLaren im vergangenen Jahr mit Honda-Motoren null Punkte aus den ersten sieben Rennen holte, steht Toro Rosso nun schon bei 19 Zählern. Aktuell steht der Rennstall auf Rang sieben der Konstrukteursweltmeisterschaft.

Das Problem: 18 der 19 Punkte holte Pierre Gasly, Brendon Hartley steuerte nur einen mageren Punkt bei. Nur Romain Grosjean und Sergey Sirotkin stehen in der Fahrerwertung hinter dem Neuseeländer. Hartleys Problem ist nicht nur die Punktausbeute, sondern auch die generelle Performance. In Barcelona gipfelte die schlechte Performance auch noch in einem heftigen Crash, der sogar die Power Unit zerstörte.

Vor dem Kanada GP kamen Gerüchte auf, Toro Rosso würde Hartley so schnell wie möglich ersetzen wollen. Am liebsten durch Lando Norris. "Zur Zeit ist das für uns keine Option", sagte McLaren-Boss Zak Brown. Nicht wenige glauben, dass Hartley in Kanada nur noch im Cockpit saß, weil McLaren Supertalent Norris nicht freigeben wollte.

Hartley selbst sah die Situation in Montreal aber noch relativ gelassen. "Ich bin absolut fokussiert auf den Job, für den ich bezahlt werde. Und für den ich einen Vertrag habe. Ich weiß, was in meinem Vertrag steht", so Hartley im Exklusiv-Interview mit Motorsport-Magazin.com am Kanada-Wochenende. Demnach will der Neuseeländer einen wasserdichten Vertrag bis Saisonende haben.

Marko: Hartley jetzt wettbewerbsfähig

Doch tatsächlich bestätigte Red Bulls Motorsportberater Dr. Helmut Marko nach dem Rennen, dass Hartley durchaus um sein Cockpit zittern musste. "Wenn die Formkurve sich nicht verbessert hätte, dann wären wir irgendwo auf eine Alternative angewiesen gewesen", so Marko zu Motorsport-Magazin.com. "Aber das ist nicht der Fall und Brendon ist jetzt wettbewerbsfähig."

Tatsächlich zeigte Hartley in Kanada einen klaren Aufwärtstrend, konnte Teamkollege Pierre Gasly schon vor dessen Motorproblem unter Druck setzen. Durch den Unfall mit Lance Stroll war das Rennen allerdings für Hartley früh beendet. "Da ist der Herr Stroll etwas mitbeteiligt gewesen", murrt Marko. Stroll verlor sein Auto und schoss dabei den Toro-Rosso-Piloten ab. "Der elfte Platz von Pierre ist ermutigend, mit Brendon hätte es vielleicht ein bisschen besser ausgeschaut."


Weitere Inhalte:
Wir suchen Mitarbeiter