Formel 1

Formel 1, Ferrari-Pole schockt Bottas: Mercedes-Vorteil ist weg

Valtteri Bottas bezwang im Qualifying der Formel 1 in China abermals Mercedes-Teamkollege Lewis Hamilton. Ferrari in anderer Liga. Mercedes-Vorteil weg.
von Florian Becker

Motorsport-Magazin.com - Im teaminternen Qualifying-Duell steht es bei Mercedes in der Formel-1-Saison 2018 nach China 2:1 für Valtteri Bottas. Der dritte Platz und der Triumph über Teamkollege Lewis Hamilton sind für den Finnen aber alles andere als zufriedenstellend. Gegen die Übermacht von Ferrari fanden die Silberpfeile am Samstag in Shanghai kein Rezept.

Bottas fehlte am Ende über eine halbe Sekunde auf Pole-Mann Sebastian Vettel. "Wir dachten, dass wir um die Pole Position kämpfen könnten. Aber sie war für uns außer Reichweite", muss der 28-Jährige sich eingestehen. Angesichts dieses großen Rückstandes gibt es nichts, was die Silbernen hätten tun können, um die Scuderia zu stoppen.

"Wir hätten auf der einen Runde nichts finden können, was uns so viel gebracht hätte. Es wäre etwas mehr drin gewesen, wenn wir den Reifen auf die eine Runde perfekt hinbekommen hätten. Aber das wäre keine halbe Sekunde gewesen", so Bottas, der den Ferrari SF71H im Moment klar im Vorteil gegenüber dem Mercedes F1 W09 sieht.

"Sie haben einfach ein sehr starkes Auto. Wir können das besonders in den langen Kurven eins und zwei sehen. Dort holen sie sehr viel Zeit auf uns heraus", sagt der dreimalige Grand-Prix-Sieger der den großen Mercedes-Vorteil vergangener Jahres vermisst. "Ohne den Geschwindigkeitsunterschied auf den Geraden können sie ihren Vorteil aus den Kurven jetzt halten."

Gegenüber Hamilton setzte er sich hauchdünn mit fünf Hundertstelsekunden durch. Dass er den Pole-Rekordhalter zum zweiten Mal in Folge bezwingen konnte, ist für ihn angesichts des Rückstands auf die Konkurrenz aber nicht von hoher Wichtigkeit. "Der Abstand zwischen Lewis und mir war sehr gering. Da geht es einfach nur um Details", so Bottas.

Bottas hofft auf Soft-Reifen: Härtere Mischungen liegen dem Mercedes

Im Rennen werden Mercedes und Ferrari als einzige Teams in den Top-10 auf dem Soft-Reifen ins Rennen gehen, den die Fahrer im Q2 eingesetzt haben. Dort lagen Hamilton und Bottas am Ende vor den beiden Ferraris. "Die Zahlen sagen, dass es zwischen uns und Ferrari eng sein wird. Wir starten auf den gleichen Reifen, bei der Strategie gibt es also keinen großen Unterschied", sagt Bottas.

Er hofft, dass der härtere Reifen den Silberpfeilen wie schon in Bahrain in die Karten spielen wird. "Ich denke, wir haben im letzten Rennen gesehen, dass wir mit den härteren Reifenmischungen generell besser zurechtkommen." Am Sonntag sollen außerdem die Temperaturen höher sein als im Qualifying. Die Wetterbedingungen sieht Bottas allerdings nicht als ausschlaggebend.

"Vielleicht kommt ein Teil von den Reifen, aber einer kommt sicher vom Auto. Ich denke aber nicht, dass wir auf einer kälteren Strecke weniger konkurrenzfähig sind. In Bahrain haben wir zum Beispiel mit der Hitze gekämpft. Es geht einfach darum, es an jedem Wochenende besser zu verstehen", so der Finne.


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