Formel 1

Formel 1, China-Premiere für Reifen-Regel: Mercedes vs. Zocker

Beim F1-Rennen in China nutzt Pirelli erstmals die Möglichkeit, 2018 Mischungen auszulassen. Mercedes reagiert mit vorsichtiger Reifenwahl, Ferrari nicht.
von Jonas Fehling

Motorsport-Magazin.com - Formel-1-Reifenmonopolist Pirelli kann in der Saison 2018 erstmals auch Reifenmischungen überspringen. Wie bereits seit Wochen feststeht, nutzen die Italiener diese neue Möglichkeit zum ersten Mal beim dritten Lauf, dem China GP. Gut eineinhalb Wochen vor dem F1-Rennen in Shanghai hat Pirelli nun die mit Spannung erwartete erste Reifenwahl der Teams für diese ganz speziellen Bedingungen verschickt.

Formel 1 2018: So funktioniert die Reifenwahl für die Rennen: (01:12 Min.)

Die Aufstellung ist alles andere als eine Enttäuschung. Gerade mit Blick auf die Top-Teams Mercedes, Ferrari und Red Bull, sonst so oft fast ident unterwegs (etwa bei der Reifenwahl für den kurz bevor stehenden Bahrain GP), zeigen sich klare Unterschiede.

Ferrari stürzt sich auf Ultrasoft, Mercedes konservativ

Aber der Reihe nach. Zur Auswahl steht in China 2018 erstmals seit zwei Jahren nicht der Supersoft als weichste Mischung. Dieser Gummi wird übersprungen - während Medium und Soft bleiben. Somit kommt als weichste Mischung dieses Mal der Ultrasoft als Quali-Reifen zum Einsatz.

Und genau hier ist vor allem ein Team vorsichtig: Mercedes. So hat der Weltmeister für den China GP lediglich sechs Satz dieser ultraweichen Mischungen für jeden seiner beiden Fahrer geordert. Dass Valtteri Bottas und Lewis Hamilton bei den beiden härteren Mischungen teamintern einmal mehr differieren, ist dagegen nur mehr eine Randnotiz wert, inzwischen ohnehin das normale Programm bei den Silberpfeilen, die sich so ihre Longrun-Arbeit im Training ideal einzuteilen glauben.

Force India noch vorsichtiger als Mercedes

Doch spannend ist der Vergleich mit der direkten Konkurrenz. Ferrari geht weit weniger konservativ zu Werke als Mercedes. Kimi Räikkönen und Sebastian Vettel erhalten jeweils acht Mischungen der Ultrasofts. Red Bull hält es nicht ganz so aggressiv, aber noch immer mutiger als Mercedes mit je sieben Mischungen des lilafarbenen Reifen für Max Verstappen und Daniel Ricciardo.

Wie Mercedes hält es sonst nur noch Force India. Der indisch-britische Rennstall wählt sogar einen noch konservativeren Ansatz, da Sergio Perez und Esteban Ocon auch noch an der Soft-Mischung sparen, gleich drei Mal den Medium erhalten. Auf der anderen Seite teilen mit Haas, McLaren und Williams gleich drei Teams den aggressiven Ansatz der Scuderia Ferrari.


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