Formel 1

Formel-1-Kommentar: Hallo Halo - Alles doch nicht so hässlich

Die ersten Autos für die Formel-1-Saison 2018 sind präsentiert. Und siehe da, so schlimm ist der Halo gar nicht - meint zumindest Christian Menath.
von Christian Menath

Mit diesem Kommentar werde ich mir keine Freunde machen, das ist mir durchaus bewusst. Aber mal ganz ehrlich: Was wurde in den vergangenen Wochen und Monaten nicht alles über den Cockpit-Schutz Halo gesagt. Die Formel 1 sei damit tot, Halo ist der Anfang vom Ende und so weiter.

Jetzt, wenige Tage nach den ersten Fahrzeugpräsentationen können wir sogar bei den Usern einen kleinen Trend erkennen. Ja, die meisten sind noch immer keine Fans. Aber rund die Hälfte der User gab an, die neuen Autos schöner zu finden als ihre Vorgänger oder zumindest noch weitere Präsentationen abwarten zu wollen.

Die andere Hälfte lehnt Halo noch immer kategorisch ab. Das ist zwar nach wie vor viel, doch schon deutlich weniger als vor den Präsentationen. Zuvor gab es Umfrage-Ergebnisse wie bei der 500-Euro-Frage bei Wer wird Millionär. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, einige scheinen sich - wie ich - schon daran gewöhnt zu haben.

Klar, bislang gab es nur zwei mittelmäßige Renderings von den neuen Boliden. Vielleicht sollte man tatsächlich noch die echten Autos abwarten. Aber ich finde, der Halo stört deutlich weniger als befürchtet. Auch wenn der werte Kollege Florian Becker als entschiedener Halo-Gegner das nie zugeben würde, an seiner Reaktion auf die ersten Autos konnte ich sehen, dass selbst er etwas positiv überrascht war.

Die Teams haben Halo mit in ihre Lackierungen integriert, der Bügel wirkt dadurch weniger wie ein Fremdkörper. Dazu glaube ich, dass Halo noch etwas weniger rustikal wirkt, wenn die Teams einmal ihre Aero-Elemente draufgeschraubt haben. Klar, schöner wäre ohne. Aber das Ende der Formel 1 ist der Halo nicht.

Williams & Haas: Die ersten 2018er Formel-1-Autos sind da!: (06:49 Min.)


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