Formel 1

Formel-1-Team Force India: 2018 neuer Name & neue Besitzer?

Das Formel-1-Team Force India soll 2018 unter einem neuen Namen starten. Force Formula One gilt als Favorit. Doch gibt es auch einen neuen Eigentümer?
von Christian Menath

Motorsport-Magazin.com - Force India hat sich in den letzten Jahren beliebt gemacht in der Formel 1. Der sympathische Rennstall schaffte es trotz extrem begrenzter Ressourcen Teams wie Renault oder McLaren hinter sich zu lassen. Zweimal hintereinander schaffte es der Rennstall aus Silverstone auf Rang vier in der Konstrukteursweltmeisterschaft.

Dabei hat der Rennstall eine bewegte Geschichte - die nun um ein Kapitel reicher werden dürfte. Jahrelang schrammte die Mannschaft von Vijay Mallya nur um Haaresbreite am Bankrott vorbei. Zuletzt schien sich das Team in ruhigerem Fahrwasser zu bewegen. Doch nun könnte es wieder etwas turbulenter werden.

Auf eine Namensänderung spekuliert das Team schon seit längerer Zeit. Man will sich der indischen Wurzeln entledigen. Besitzer Vijay Mallya ist ohnehin nicht gut auf sein Heimatland zu sprechen, wird der Bier-Baron doch schon seit geraumer Zeit von der indischen Justiz gejagt. Noch immer läuft das Verfahren über eine Auslieferung Mallyas. Sein Reisepass wurde eingezogen, aktuell kann er sich nur in England frei bewegen.

Wird Force India 2018 zu Force Formula One?

Beim Namen würde das Team gerne etwas auf Kontinuität setzen. Nun sind Auszüge aus dem britischen Handelsregister aufgetaucht, die Force-India-Teamchef Rob Fernley auch als als Director des "Force Formula One Teams" führen. Der Name Force One, der ursprünglich im Raum stand, hätte wegen der Abkürzung F1 für Probleme sorgen können.

Das Unternehmen wurde am 15. November 2017 unter dem Namen Formula One Racing & Creative Engineering registriert, beantragte aber am 20. November eine Namensänderung in Force Formula One Team. Das Unternehmen ist am gleichen Standort wie Force India registriert.

Kaufen Chinesen Force India?

Die Verbindungen zu Indien könnten endgültig getrennt werden, wenn Vijay Mallya seine Anteile am Rennstall verkauft. Auch Subrata Roy soll seine Anteile abstoßen wollen. Roy hat wie Mallya rechtliche Schwierigkeiten in Indien. Beide halten je 42,5 Prozent am Team, die restlichen 15 Prozent gehören der Mol-Familie.

Nach Informationen von Motorsport-Magazin.com soll zwischenzeitlich auch das österreichische Unternehmen BWT Interesse daran gezeigt haben, bei Force India einzusteigen. Inzwischen gilt ein Investor aus China als wahrscheinlicher Käufer. Der Interessent war schon beim Saisonfinale in Abu Dhabi Gast in der Force-India-Garage. Eine Entscheidung soll noch vor dem Saisonstart in Melbourne am 25. März 2018 fallen.


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