Formel 1

Formel-1-Zeugnis: Sergio Perez' Saison-Fazit 2017

Sergio Perez erlebte in der Formel-1-Saison 2017 eine Achterbahnfahrt. Bei Force India entbrannte ein hartes Duell mit Mercedes-Junior Esteban Ocon.
von Florian Becker

Motorsport-Magazin.com - Die Formel-1-Saison 2017 liegt hinter uns. Es war ein Jahrgang, der Geschichte geschrieben hat: Nicht nur die spektakulären neuen Autos haben für neue Rekorde gesorgt, auch die Piloten. Motorsport-Magazin.com nimmt alle Fahrer der abgelaufenen Saison unter die Lupe. Jeden Tag arbeiten wir uns in unserem Adventskalender in der WM-Tabelle einen Platz vor. Heute in der Zeugniskonferenz: Sergio Perez.

Steckbrief Sergio Perez

Karriere 2017
GP-Starts 134 20
Siege 0 0
Bestes Rennergebnis 2 4
Podien 4 0
Ø Rennplatzierung 10,3 7,39
Ausfälle 19 2
Schnellste Runden 4 1
Poles 0 0
Beste Startposition 4 5
Ø Position im Qualifying 11,1 9,3
Punkte 467 100

Die Qualifying-Performance 2017: Wie es sich für den Platzhirsch im Team gehört, entschied Perez das Qualifying-Duell gegen Teamkollege Ocon am Ende mit 13:7 für sich. Ein Spaziergang war es für den 27-jährigen Mexikaner allerdings nicht. Nachdem er in der ersten Saisonhälfte am Samstag noch klar die Nase vor seinem jungen Stallgefährten hatte, holte dieser nach der Sommerpause immer weiter auf.

In den letzten neun Saisonrennen behielt Ocon mit 5:4 die Oberhand. Zuvor hatte Perez mit 9:2 geführt. Wie ausgeglichen es letztendlich war, belegen die Zahlen. Perez gelang 15 Mal der Sprung ins Q3, Ocon 13 Mal. Perez' bestes Resultat war in der Saison 2017 der sechste Platz, welcher ihm in Baku und Interlagos zwei Mal gelang. Im Durchschnitt landete Perez am Samstag auf Platz 9.

Die Renn-Performance 2017: Nach 2016 knackte Perez in der abgelaufenen Saison zum zweiten Mal in seiner Karriere die 100-Punkte-Marke. Die großen Erfolge in Form von Podestplatzierungen blieben jedoch aus. Die einzige Chance aufs Treppchen bot sich ihm in Baku, doch eine Kollision mit dem Teamkollegen vereitelte das Top-Resultat. Die Fehde mit Ocon bestimmte darüber hinaus die Saison des Mexikaners.

Nachdem er in Aserbaidschan noch unschuldig war, trug er bei den wiederholten Kollisionen in Belgien eine Mitschuld. Das Team untersagte daraufhin jegliche Zweikämpfe zwischen den beiden Streithähnen. Obwohl Perez auch in der zweiten Saisonhälfte häufig noch die bessere Rennpace an den Tag legte, musste er aufgrund der Teamanweisungen häufig gegen Ocon zurückstecken.

Das sagt Sergio Perez selbst: "Es ist das zweite Mal in Folge, dass wir Gesamtvierter werden. In dieser Hinsicht können wir ziemlich happy sein. Wir haben das maximale Potential mit Blick auf die Ergebnisse herausgeholt. Auch von meiner Seite ist es eine gute Leistung, in der Fahrer-WM Siebter zu werden. Das ist so ziemlich das Maximum, das möglich war."

Positiv aufgefallen: Wie schon in den vergangenen Jahren war Perez mit seiner Punkteausbeute wieder einmal eine Bank.

Negativ aufgefallen: Perez zeigte angesichts der ungestümen Attacken seines Teamkollegen auf der Rennstrecke Nerven.

Soll erfüllt? Absolut. Als Teamleader führte Perez Force India zum zweiten Mal in Folge auf den vierten Platz der Konstrukteurs-WM. Obwohl Mercedes-Youngster Ocon ihm mächtig Dampf machte, setzte er sich schlussendlich durch.

MSM-Note: 2


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