David Coulthard hatte nach seinen beiden Trainingssitzungen viel zu erzählen. Allerdings war nicht alles davon positiv. So musste er von einem Gangwechselproblem zu Beginn der ersten Session, Vibrationen in der Steilkurve und einem High-Speed-Dreher aufgrund eines Elektronikfehlers berichten.

Letzterer rührte von einem Softwarefehler, welcher dazu führte, dass sich David in die "1970er" Jahre zurückversetzt fühlte. "Heutzutage haben wir alle möglichen elektronischen Spielzeuge und Hilfen, aber wenn man sie abschaltet, dann passiert so etwas!" Vielleicht ein kleiner Wink mit dem Zaunpfahl in Richtung FIA-Präsident Max Mosley, der bekanntlich ab 2008 alle Fahrhilfen abschaffen möchte.

Kurzfristig betrachtet erwartet DC jedoch in Indy "konkurrenzfähiger als in Kanada" zu sein. "Den Beweis hierfür müssen wir aber erst morgen und am Sonntag antreten."

Und trotz des für den Schotten "ermutigenden" Beginns, weist sein Teamkollege Christian Klien darauf hin, dass es noch "viel Setup-Arbeit" zu erledigen gibt. "Ich bin nicht wirklich glücklich. Es gibt ziemlich viel Übersteuern und wir müssen dafür eine Lösung finden." Die neue Motorenausbaustufe ist laut dem Österreicher aber "ein echter Schritt vorwärts". "Wir sind definitiv näher an der Spitzengruppe dran als in Kanada."

Das gilt auch für den dritten Mann Scott Speed, der sich von der "besonderen Atmosphäre" seines Heimrennens in den Bann ziehen ließ. "Es ist großartig wieder in Amerika zu fahren und das in einem F1-Auto", schwärmte der US-Boy.

Seine Top10-Platzierung kommentierte Sportdirektor Christian Horner derweil als einen "lobenswerten Erfolg" des "viel versprechenden Talents". Die Ergebnisse seiner anderen beiden Piloten beurteilte er hingegen als "guten und soliden Start" in das Rennwochenende.