Formel 1

Formel 1 Technikchef kündigt bei der FIA: Whiting übernimmt

Die FIA braucht einen neuen Technikchef für die Formel 1: Marcin Budkowski kündigt seinen Job überraschend, Charlie Whiting übernimmt interimsweise.
von Christian Menath

Motorsport-Magazin.com - Knaller beim Automobilweltverband FIA: Wie ein Sprecher beim Malaysia GP bestätigte, hat der bisherige Formel-1-Technik-Chef Marcin Budkowski seinen Job in der vergangenen Woche gekündigt. Die Kündigung wurde sofort wirksam, der Pole muss nur eine Sperrfrist von drei Monaten aussitzen.

Für die FIA kam Budkowskis Kündigung offenbar überraschend: Vorübergehend wird Rennleiter Charlie Whiting seine Aufgaben übernehmen, bis ein Nachfolger für den 40-Jährigen gefunden ist. Budkowski hatte den Job erst zu Beginn des Jahres von Whiting übernommen.

Budkowski kam 2014 zum Automobilweltverband, dem Polen wurde beim Regelhüter der Formel 1 eine große Zukunft vorhergesagt. Über die Gründe für das frühe Ausscheiden hüllt sich die FIA bislang noch in Schweigen, auch wohin es Budkowski danach treibt, ist derzeit noch unklar. Bevor er 2014 zur FIA kam arbeitete Budkowski als Aerodynamiker bei Prost, Ferrari und McLaren.

Marcin Budkowski verlässt die FIA nach nur drei Jahren wieder - Foto: LAT Images

Möglich ist, dass Budkowskis Abschied mit der Verpflichtung von Gilles Simon zusammenhängt. Der ehemalige Ferrari-Motorenchef, der zuletzt als Berater für Honda tätig war, kam Anfang September als serienübergreifender Technikchef zur FIA. Simon war zwischen seinen Jobs bei Ferrari und Honda schon einmal bei der FIA.

Die FIA befindet sich derzeit im Umbruch. Wie lange Charlie Whiting seinen Job noch macht, ist unklar. Der Renndirektor ist bereits 65 Jahre alt. Herbie Blash, bis zur vergangenen Saison stellvertretender Renndirektor, ist seit 2017 nicht mehr im Amt.

Gleichzeitig baut der Kommerzielle Rechteinhaber derzeit ein eigenes Technik-Team auf. Ross Brawn ist dabei nicht der einzige prominente Name: Erst kürzlich verpflichtete Liberty Media Formel-1-Urgestein Pat Symonds, der Williams Ende 2016 verließ.


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