Formel 1

Formel 1 Singapur: Mit diesen Reifen kämpfen Ferrari & Mercedes

Pirelli veröffentlicht die Reifenwahl der Formel-1-Teams für Singapur. Stadtkurs-Sorgenkind Mercedes wählt anders als Ferrari und Red Bull.
von Jonas Fehling

Motorsport-Magazin.com - In Singapur startet die Formel 1 ins dritte Rennen nach der Sommerpause. Beim 14. Saisonlauf der F1 werden Ferrari, Mercedes und wohl auch Red Bull - anders als zuletzt in Monza - wieder mit den weichsten Reifenmischungen im Pirelli-Sortiment um den Sieg kämpfen. Kein Wunder, handelt es sich mit beim Marina Bay Street Circuit doch um einen Straßenkurs, der die Reifen nur marginal beansprucht. Doch wie genau unterscheidet sich die Reifenwahl der einzelnen Teams? Jetzt hat Pirelli es verraten.

Reifen Singapur: Mercedes konservativer als Ferrari & Red Bull

Wichtigster Aspekt mit Blick auf die Top-Teams: Mercedes geht seinen größten - und einzigen echten - Angst-GP der noch ausstehenden sieben Saisonläufe konservativer an als die Konkurrenz. Während Ferrari und Red Bull ihre Fahrer mit jeweils zehn Sätzen Ultrasofts nach Asien schickt, bekommen Lewis Hamilton und Valtteri Bottas deren neun.

Einzig Haas hat mit acht Sätzen Ultrasofts noch weniger Pneus der weichsten Machart im Gepäck für die Stadt der Löwen, ansonsten votierten nur noch Toro Rosso und Pascal Wehrlein für neun Sätze der ultraweichen Walzen – alle anderen sind mit zehn von der Partie.

Insgesamt dominiert somit ganz klar der Ultrasoft. Den härtesten Reifen verschmähen die Teams dagegen beinahe komplett. Nur Lewis Hamilton, Sebastian Vettel und Pascal Wehrlein bekommen mehr als den Pflichtsatz des soften Pirelli-Pneus.

Sauber, Ferrari, Mercedes teamintern verschieden

Teamintern fallen zudem drei Unterschiede auf, die größtenteils jedoch nur auf Arbeitsteilung im geplanten Longrun-Programm im Freien Traing am Freitag zurückzuführen sein dürften: Bei Mercedes ist Hamilton durch seinen zusätzlichen Soft (s.o.) mit einem Supersoft weniger unterwegs als Valtteri Bottas. Bei Ferrari gilt dasselbe für Vettel im Vergleich zu Kimi Räikkönen. Bei Sauber dagegen gestaltet es sich etwas anders: Die Schweizer ziehen Wehrlein für seinen zusätzlichen Soft keinen Soft, sondern einen Ultrasoft ab.

Über die Pirelli-Reifenwahl in der F1-Saison 2017: Von insgesamt 13 verfügbaren Sätzen darf jedes Team zehn frei wählen, die übrigen werden von Pirelli festgelegt und umfassen einen Satz pro Mischung, die für Qualifikation (die weichste Mischung) und Rennen (je einen Satz der beiden härteren) vorgesehen sind. Somit bestehen für die Rennställe durchaus große Freiheiten. Einzig in den ersten Saisonrennen war die Reifenwahl von Pirelli vorgegeben worden. Hintergrund waren die völlig neuen Konstruktionen im Vergleich zur Vorsaison.


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