Formel 1

Manor-Auktion: F1-Auto ab nur 5.000 Pfund

Kompletter Ausverkauf des Manor-Teams. Bei einem Auktionshaus kommt nun alles Mögliche des Pleite-Teams unter den Hammer. Darunter potenzielle Schnäppchen.
von Robert Seiwert

Motorsport-Magazin.com - Interesse an einem eigenen Formel-1-Auto? Manor macht's möglich. Das Pleite-Team - oder was davon noch übrig ist - wird nun komplett versteigert. Alle möglichen Utensilien kommen beim britischen Auktionshaus Gordon Brothers unter den Hammer. Nach dem Rückzug aus der F1 ist einiges übrig geblieben, was früher in der Teamfabrik und auf der Strecke zum Einsatz kam. Insgesamt 3.457 einzelne Auktionen starten am kommenden Sonntag.

Interessierte können auf so ziemlich alles bieten, was das Herz begehrt. Von Windkanal-Modellen des geplanten 2017er Autos über Felgen und Reifen bis hin zu Teamklamotten. Eine Kappe von Rio Haryanto gibt es beispielsweise ab einem Startgebot von 5 Pfund. Brauchen wird er sie nicht mehr, nachdem Investor Stephen Fitzpatrick die Startlizenz von Manor Anfang März endgültig zurückgezogen hatte.

Immerhin können sich nun Sammler auf die eine oder andere Rarität aus der Formel 1 freuen. Ein noch eingepackter und nie verwendeter Servotest-Simulator ist mit dem höchsten Startgebot versehen. Für den Chassis-Simulator sind mindestens 25.000 Pfund fällig. Das nächsthöchste Startgebot wird schon einiges günstiger. Für mindestens 5.000 Pfund gibt es ein 2015er Showcar mit der Beklebung von Pascal Wehrlein - natürlich ohne Motor oder Elektronik.

Etwas aktueller: Ein 2017er Windkanal-Modell im Maßstab 1/6. So hätte der Manor-Bolide in der laufenden Saison an den Start gehen können, wäre es nicht zur endgültigen Pleite gekommen. Das Windkanal-Modell mit 2016er Aufhängung ist ab 5.000 Pfund zu haben. Für das gleiche Anfangsgebot steht auch ein Prüfstand von McLaren im Bieterkatalog. Oder wie wäre es mit einem Modell-Chassis von 2015 - mit einem günstigen Anfangsgebot von 1.000 Pfund? Vielleicht ein Lenkrad ab 500 Pfund?

Möglicherweise richtig günstig zu haben gibt es Aero-Anbauteile wie Heckflügel, Frontflügel, Nasen und diverse Flaps - teilweise mit Startgeboten um die 250 Pfund. Das dürfte zumindest für Sammler interessanter sein als unzählige Elektronikteile und Kabelstränge, die ebenfalls einzeln erworben werden können. Bis zum 16. Mai kann auf so ziemlich alles aus dem Manor-Bestand geboten werden. Dann ist dieses Kapitel F1-Geschichte endgültig beendet.


Weitere Inhalte:
Motorsport-Magazin.com fragt
Wir suchen Mitarbeiter