Formel 1 - Sainz: Der größte Pechvogel in Bahrain

5 +5 = #55

Carlos Sainz übt sich in Bahrain in bester Selbstironie. Viel anderes bleibt dem Toro-Rosso-Piloten nach einem völlig verkorksten Wochenende auch nicht übrig...
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Motorsport-Magazin.com - Der Pechvogel des Bahrain-Wochenendes heißt Carlos Sainz. Fünf Runden im 2. Training - 5 Runden im Qualifying, lautet seine traurige Bilanz. "Ist meine Startnummer, wenn man beide Sessions zusammennimmt", scherzte der Toro-Rosso-Pilot im Gespräch mit Motorsport-Magazin.com. Das vorzeitige Aus im Q1 war mehr als ärgerlich, da verging selbst Sainz das Lachen. Eigentlich hätte es der Spanier locker ins Q2 schaffen müssen.

Doch dann Drama in den Schlussminuten der ersten Qualifying-Runde. Gerade erst hatte Sainz im 1. Sektor die absolute Bestzeit erzielt, zickte sein Motor plötzlich herum. Ihm blieb nichts anderes übrig, als das Auto am Streckenrand zu parken und sich mit Startplatz 16 abfinden zu müssen.

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Irgendwas hat nicht funktioniert", erklärte Sainz. "Ausgangs Kurve 8 hatte ich so ein Klopfen beim Beschleunigen. Der Motor hat nicht mehr das richtige Drehmoment geliefert. Ich konnte da schon fühlen, dass es Probleme gab. Ich war aber trotzdem schneller als bei meinem ersten Run. Deshalb habe ich erst mal weiter Gas gegeben. Dann fehlte ausgangs Kurve 13 plötzlich Leistung und mir wurde gesagt, das Auto anzuhalten."

Schon im 2. Training am Freitag - dem wichtigen, weil mit vergleichbaren Rennbedingungen - war alles schiefgegangen. Sainz kam nur wenige Runden weit, bis es Schwierigkeiten mit dem Abgassystem gab. Damit war der Tag gelaufen. Nicht auszuschließen, dass Toro Rosso die Power Unit seines Autos vor dem Rennen auswechseln muss. "Ich weiß es nicht", grübelte Sainz. "Aber wir hatten dieses Wochenende schon ein paar Probleme gehabt. Der Motor hat ganz schön gelitten."

Es sind so oder so keine guten Voraussetzungen fürs Rennen am Sonntagabend. Ein herber Rückschlag für Sainz, der zuletzt in China mit Platz sieben einen starken Eindruck hinterlassen hatte. "Ich hatte keine wirkliche Vorbereitung aufs Rennen", sagte er. "Das wird ab der ersten Runde eine komplette Improvisation in Sachen Reifen-Management, wie man Gas geben muss und wie sich das Auto mit 100 Kilo Sprit an Bord anfühlt."


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