Formel 1

Punkte für Ricciardo und Kvyat in Abu Dhabi - Red Bull glanzlos zum Finale

Einsamkeit für Ricciardo und Probleme für Kvyat: Der Abu Dhabi-GP 2015 lief für das Red Bull-Team nicht reibungslos ab. Immerhin holten beide Fahrer Punkte.
von Tobias Ebner

Motorsport-Magazin.com - Hat Red Bull Racing eigentlich am Grand Prix von Abu Dhabi teilgenommen? Diese Frage mussten sich die Zuschauer nach dem Rennen das eine oder andere Mal stellen, so selten waren die Bullen-Fahrer Daniel Ricciardo und Daniil Kvyat beim abschließenden Rennen zur Formel-1-Saison 2015 im Bild zu sehen. Die Antwort: Natürlich waren Beide am Start. Ricciardo sah die Zielflagge als Sechster, Kvyat, für die "Highlights" der Bullen im Rennen zuständig, rettete als Zehnter einen Punkt.

Ricciardo vermisst Kämpfe

Wir hätten eher erwartet, dass Seb uns erst gegen Ende des Rennens überholt.
Daniel Ricciardo

"Die Top-5 hätten natürlich süßer geschmeckt, aber ich konnte Vettel einfach nicht aufhalten. Wir hätten eher erwartet, dass er uns erst gegen Ende des Rennens überholt", so Ricciardo verwundert über die Performance seines Ex-Teamkollegen, der mit einer alternativen Strategie von fast ganz hinten noch Vierter wurde. "Vor allem auf den Options war er viel schneller. Ich hatte dann noch versucht, Perez zu kriegen, aber ich kam nicht nah genug heran."

Auch wenn der eine Force India unerreichbar war für Ricciardo, gegen den anderen Force India setzte sich Ricciardo durch. Und das Duell mit Hülkenberg in der Anfangsphase des Rennens hatte der Australier sehr genossen: "Am Start hatte ich da mal kurz geschnuppert und das hat sich ausgezahlt. Das Duell hat teilweise echt Spaß gemacht. Ich hätte natürlich gerne mehr solcher Fights gehabt, aber das Feld war ziemlich auseinander gezogen", bedauert Ricciardo. Immerhin wurde er so sicherer Sechster.

Kvyat: Vermaledeite Elektronik

Bis zur Rennhalbzeit hat es eigentlich nach einem starken Rennen ausgesehen. Ich konnte Massa kontrollieren und Hülkenberg angreifen.
Daniil Kvyat

Weiter zurück hing Daniil Kvyat beim Abu-Dhabi-GP. Den jungen Russen plagten in der zweiten Rennhälfte Elektronikprobleme, die ihm vor allem auf den Geraden wertvollen Boden kosteten. "Ich war happy mit der Pace in der ersten Rennhälfte. Bis zur Rennhalbzeit hat es eigentlich nach einem starken Rennen ausgesehen. Ich konnte Massa kontrollieren und Hülkenberg angreifen", berichtete Kvyat.

"Aber dann bekamen wir Probleme mit der Elektronik und mussten den Kampf aufgeben. Nahezu in jeder Runde mussten wir etwas dagegen tun", schüttelt der zweite Red-Bull-Pilot den Kopf. "Unter diesen Umständen haben wir heute den absolut bestmöglichen Job erledigt, darüber bin ich happy." Der bestmögliche Job bedeutet in diesem Fall Platz zehn und somit den letzten Punkt.


Weitere Inhalte:
Formel 1 Tickets
Wir suchen Mitarbeiter
Mitarbeiter Motorsport Designer Journalismus Programmierer Video