Formel 1

Di Montezemolo zieht Vergleich - Rossi vs. Marquez wie Schumacher vs. Villeneuve

Luca di Montezemolo mischt sich in Debatte um Marc Marquez und Valentino Rossi in der MotoGP ein. Sie erinnert den Ex-Ferrari-Präsidenten an ein Schumi-Manöver.
von Jonas Fehling

Motorsport-Magazin.com - Während die Formel 1 mit einem spektakulären Rennen und Wetterchaos in Austin sowie dem Weltmeistertitel für Lewis Hamilton und dem Disput über Kurve eins zwischen dem neuen Champion und Teamkollege Nico Rosberg für Schlagzeilen sorgte, geschah das in der MotoGP fast zeitgleich mit einem unfassbaren Zwischenfall mitten im WM-Kampf zwischen Valtentino Rossi und Jorge Lorenzo.

Rossi und der bereits aus dem WM-Rennen herausgefallene Marc Marquez lieferten sich beim Sepang GP zunächst ein Verbal-Duell, das schließlich in einem harten Manöver auf der Strecke gipfelte. Rundenlang fuhr der Spanier Rossi vor dem Bike herum, vorne zog Lorenzo auf und davon. In Runde sieben hatte der Doktor genug, ließ sich in der vorletzten Kurve weit hinaus tragen und berührte Marquez mit dem Knie. Der stürzte, Rossi kassierte drei Strafpunkte von der Rennleitung und eine Versetzung an das Ende der Startaufstellung beim Saisonfinale in Valencia. Marquez kam bis auf seinen Ausfall ohne weitere Nachteile davon.

Marquez stürzt nach dem Zwischenfall mit Rossi und scheidet aus - Foto: Milagro

Montezemolo: Schumi vs. Villeneuve wie Rossi vs. Marquez

Die falsche Entscheidung, sagt nun Luca Cordero di Montezemolo. "Ich habe es als großen Fehler empfunden, Marquez nicht zu bestrafen. Er hat klar eine Blockade versucht, was so vorher nie in einem Rennen geschehen ist. Es gab eine klare Absicht von Marquez, zu blockieren", zitiert die italienische Nachrichtenagentur Ansa den ehemaligen Ferrari-Präsidenten.

Ich habe es als großen Fehler empfunden, Marquez nicht zu bestrafen. Er hat klar eine Blockade versucht, was so vorher nie in einem Rennen geschehen ist.
Luca di Montezemolo

Die Szene habe ihn an das Duell zwischen Michael Schumacher und Jacques Villeneuve 1997 in Jerez erinnert - mit dem Unterschied, das Schumacher damals bestraft worden sei, Marquez jedoch nicht. "Ich habe mit Schumacher und Villeneuve einen ganz ähnlichen Vorfall erlebt. Wenn sie entschieden haben, Rossi zu bestrafen, dann hätte auch Marquez bestraft werden müssen", sagt di Montezemolo.

Die Rennleitung der MotoGP hatte in ihrer Urteilsbegründung genau erklärt, warum Rossi, aber nicht Marquez bestraft worden sei. Rossi habe Marquez bewusst nach außen gedrängt. So einen Fahrer zum Sturz zu bringen sei unverantwortliches Fahren und das kollidiere mit dem Reglement. Anders bei Marquez. Man glaube zwar, dass der Spanier absichtlich die Pace Rossis beeinflusst habe, doch hätte er damit keine Regeln gebrochen.


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