Formel 1

Zwei Teams bekunden Interesse für 2016 - Merhi: Cockpit bei Manor war ein Wunder

Roberto Merhi betrachtet sich als den Anti-Paydriver, weil es ihm gelang, bei einem finanziell gebeutelten Team ohne Sponsoren ein Cockpit zu bekommen.
von Annika Kläsener

Motorsport-Magazin.com - Roberto Merhi sieht sich als einen Ausnahme-Fahrer in der Formel 1. Ohne Sponsor sicherte er sich ein Cockpit bei Manor und bestreitet fast die komplette Saison. "Was wir getan haben, ist in den jüngsten Jahren der Formel 1 vollkommen neu", sagte er gegenüber Cadena Ser. "In einem Team wie unserem braucht man finanzielle Ressourcen, anders ist es praktisch nicht möglich, wenn nicht vollkommen unmöglich."

Ich denke, es war ein Wunder, dass ich all die Rennen hier war, ohne einen Sponsor.
Roberto Merhi

Merhi ist keiner der Fahrer, die zweistellige Millionenbeträge von Sponsoren mit ins Team bringen können. "Ich denke, es war ein Wunder, dass ich all die Rennen hier war, ohne einen Sponsor", gestand er.

Nun kämpft der Spanier um ein Cockpit für die nächste Saison, und zwar nicht um irgendeins. Ein wettbewerbsfähiges Team soll es sein. "Zwei Teams sind an mir interessiert", offenbarte Merhi. "Es scheint so, dass beide ziemlich gut sind, aber man muss Sponsoren mitbringen."

Merhi verriet jedoch, dass ihm die Teams in punkto Sponsoren entgegen kommen würden. Sie würden von ihm nicht so viel verlangen wie von anderen Fahrern, sondern nur halb so viel. "Aber selbst das zu finden, ist schwierig. Es ist immer noch viel Geld", räumte er ein.

Manor hat noch keinen Piloten für 2016 bekannt gegeben. Bei Haas, Lotus, Toro Rosso und Red Bull steht noch jeweils eine offizielle Bekanntgabe aus. Sollte er kein Cockpit in der Formel 1 erhalten, würde Merhi nach Möglichkeiten in der IndyCar-Serie oder den 24 Stunden von Le Mans Ausschau halten, sagte er. Test- oder Ersatzfahrer wolle er nicht werden.


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