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Formel 1

Wirklich der Retter? - Ecclestone: Fitzpatrick lässt Manor hängen

F1-Boss Berne Ecclestone bezweifelt, dass der als Retter gefeierte Stephen Fitzpatrick tatsächlich in das Manor Marussia F1 Team investiert.
von Jonas Fehling

Motorsport-Magazin.com - Eine monatelange finanzielle Irrfahrt inklusive Insolvenz und Verlust der Fabrik in Banbury lag hinter dem ehemaligen Marussia F1 Team, als der Retter gefühlt vom Himmel fiel: Die Insolvenzverwalter holten Stephen Fitzpatrick vom britischen Energiekonzern Ovo ins Boot. Angeblich sollte der Jungunternehmer rund 50 Millionen Dollar in den Rennstall, der unter dem Namen Manor Marussia zurzeit wieder in der Formel 1 fährt, stecken.

Er ist bis jetzt nicht ganz so erfolgreich darin gewesen Geld zu machen, weil er nicht einmal genug hat, um das Team vernünftig zu führen.
Bernie Ecclestone

Einer zweifelt jedoch stark daran, dass dieses Investment tatsächlich stattfindet: Bernie Ecclestone. "Ich denke nicht, dass er das jemals tun wird", sagte Ecclestone kürzlich gegenüber Sky. Dass Fitzpatrick, 2014 Großbritanniens Unternehmer des Jahres, im Vereinigten Königreich als ein Geschäftsmann vom Kaliber Ecclestones gefeierte werde, kann der Zampono kaum glauben. "Das wird er? Er ist bis jetzt nicht ganz so erfolgreich darin gewesen Geld zu machen, weil er nicht einmal genug hat, um das Team vernünftig zu führen", sagte Ecclestone.

Wackelt Manor erneut?

So sei Fitzpatrick im Paddock überhaupt nur aufgetaucht, weil er darauf gesetzt habe, dass Manor Marussia die 50 Millionen Dollar Preisgeld der Vorsaison erhalte. "Ich denke, dass er Dinge übernimmt, die Zuschüsse erhalten, was bei ihnen (Manor) der Fall war. Er konnte sich einfach darauf verlassen ohne selbst Geld reinzustecken", vermutet Ecclestone. Dennoch scheint der F1-Chef seine anfängliche Wut, als Manor den Saisonstart verpasst hatte, inzwischen halbwegs überwunden zu haben.

Ich denke, dass er Dinge übernimmt, die Zuschüsse erhalten, was bei ihnen (Manor) der Fall war. Er konnte sich einfach darauf verlassen ohne selbst Geld reinzustecken.
Bernie Ecclestone

"Wir hätten Manor nie, niemals erlauben dürfen, was sie gemacht haben. Das war unser Fehler. Ich habe vorhergesehen, dass das passieren würde. Sie hatten nicht einmal die Absicht in Australien zu fahren. Null. Es war unmöglich. Sie nehmen nicht teil, also müssen sie dafür bezahlen", hatte Ecclestone im März gepoltert. "Ich werfe ihm nicht im Mindesten vor, dass er kein Geld in die Formel 1 steckt", sagt er jetzt wesentlich sanftmütiger. Sollte Ecclestone mit seiner Vermutung jedoch richtig liegen, könnte es für Manor in Sachen Finanzen 2015 erneut eng werden.


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